Acht Wochen Achtsamkeit

6. Juli 2016
Acht Wochen Achtsamkeit

Achtsamkeit. Was ist das und wie geht das? Wie trainiere ich meine Achtsamkeit und was bringt das? Begib dich mit go4health die nächsten 8 Wochen auf eine Reise zu mehr Achtsamkeit. Entdecke wie diese Art der Wahrnehmung zu mehr Ruhe, Gelassenheit und Wohlbefinden führt. Wage den Selbstversuch!

Achtsamkeit ≠ Hokuspokus

Grundsätzlich stammt das Konzept Achtsamkeit aus den meditativen Praktiken des Buddhismus. Heutzutage ist es aber ein eigenständiges Konzept, dass nicht mehr zwingend mit Religion und Spiritualität zusammenhängt. Keine Angst also vor Räucherstäbchen, Mantrasingen und dergleichen.

Das Achtsamkeits 1×1

Du kennst das sicher: noch bevor jemand den Mund aufmacht, bevor du die Mail auch nur aufgemacht hast, hast du schon eine Idee davon, was jetzt kommt. Was das bringt? Nichts. Deine Gedanken eilen dir voraus und du ärgerst dich, noch bevor du weißt ob es überhaupt sinnvoll ist. Wir bewerten. Und das ständig und überall. Das ist anstrengend und führt zu einer Reizüberflutung unseres Gehirns. Oft machen wir auch tausend Dinge gleichzeitig und nebenher, ohne bei einer einzigen auch nur „wirklich dabei zu sein“. Wir schalten auf Autopilot, um der Vielzahl an eintreffenden Reizen zu entkommen.

Achtsamkeit ist eine Methode, aufmerksam zu sein. Eine Methode das Hier und Jetzt wahrzunehmen. Unsere Aufmerksamkeit richtet sich permanent auf andere Menschen, Dinge und unsere Umgebung. Diese Aufmerksamkeit können wir aber auch auf uns selbst richten. Wir können unsere Aufmerksamkeit also steuern. Achtsamkeit bedeutet nun, diese Aufmerksamkeit geschehen zu lassen, bewusst einzusetzen und nicht zu bewerten. Wertfrei begegnen wir so Menschen, Situationen und Gefühlen. Dadurch entsteht eine absichtliche zeitliche Verzögerung in unserer Bewertung. Vorschnelles urteilen und agieren passiert somit nicht mehr. Oder wird zumindest als dieses erkannt und wahrgenommen. Wir schaffen damit gleichzeitig auch die Möglichkeit, mehr Informationen aufzunehmen. Wie das geht?  In dem wir z.B. bewusst zuhören, ohne schon innerlich eine Antwort parat zu haben oder uns zu ärgern. Wir sind ganz bewusst und fokussiert bei einer Sache und nicht unbewusst bei vielen.

Was Achtsamkeit mit dir macht

Viele Menschen fühlen sich heutzutage getrieben, gestresst und fremdbestimmt. Das Leben auf der (digitalen) Überholspur hinterlässt Spuren an Körper und Geist. Viele suchen intensiv nach mehr Ruhe, Ausgeglichenheit und einem Leben mit weniger Stress. Auch dabei können Achtsamkeitstechniken helfen. Es gilt als erwiesen, dass durch Achtsamkeitsübungen unser Blutdruck sinkt, das Stressempfinden reduziert wird und wir uns insgesamt wohler fühlen, wenn wir unseren Geist schulen.

Klingt simpel. Aber wie bei allem im Leben, macht erst Übung den Meister, denn auch wenn es uns kurzfristig gelingt, unsere Aufmerksamkeit gezielt auf eine Sache zu lenken, sind wir doch Gewohnheitstiere und fallen leicht in alte Muster zurück. Achtsamkeitsübungen können aber leicht in den Alltag integriert werden. Fang doch noch heute damit an und übe dich in den nächsten 8 Wochen – gemeinsam mit uns.

Achtsamkeitsübung #1

Es ist die erste Übung, die dich deinen Körper aufmerksamer wahrnehmen lässt, genauer gesagt deinen Atem. Atmen passiert ganz von alleine und oft unbemerkt, da wir es ohnehin machen. Versuch aber einmal dich ganz bewusst auf deinen Atem zu konzentrieren. Setz oder leg dich dazu gemütlich hin. Atme ruhig ein. Und aus. Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf deine Atmung. Wenn dir dabei Gedanken durch den Kopf gehen, lasse diese wie Wolken vorbeiziehen, ohne sie genau zu betrachten, zu analysieren oder gar zu bewerten. Spüre, wie der Atem durch deinen Körper zieht.

Je öfter du diese Übung wiederholst, desto einfacher wird es für dich werden, dich ganz auf dich und deine Atemwahrnehmung zu konzentrieren. Tipp: Du kannst diese Übung auch vollkommen unbemerkt in kurzen Arbeitspausen, im Bus oder in der Warteschlange an der Kasse machen. Damit wird jedes Warten gleich zu einer kleinen Achtsamkeitspause!

 

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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