Aktives Zuhören – So gelingt Kommunikation

6. November 2017
Aktives Zuhören – So gelingt Kommunikation

Konflikte entstehen oft, wenn Gesprächspartner auf ihrer jeweiligen Position beharren, ohne den anderen wirklich gehört oder verstanden zu haben. Was hilft: Aktives Zuhören. So gelingt es in der Praxis!

Schwierige Gespräche führen oft ungewollt zu heftigen Diskussionen. Sind die Standpunkte erst einmal eingenommen, steigen oft auch die Emotionen hoch und es geht häufig nur mehr darum, Recht zu haben. Derartige Gesprächskonflikte sind selten zielführend.

Damit beidseitige Kommunikation gelingt und Lösungen eine Chance haben, dürfen Gespräche nicht zur Einbahnstraße werden. Daher ist das aktive Zuhören eines der wichtigsten Tools für gelungene und fruchtbare Gespräche. Das Entscheidende dabei ist, nicht nur den Inhalt des Gesagten zu erfassen, sondern auch die Gefühle und Empfindungen des anderen. Das ist mitunter gar nicht so einfach, wenn man selbst gerade stark von seinen eigenen Gefühlen eingenommen ist. Ob Wut, Zorn, Enttäuschung oder Trauer – es gilt, sich selbst zurückzunehmen und sich auf den anderen bestmöglich zu konzentrieren.

So gelingt aktives Zuhören:

  1. Auf die Körpersprache achten
    Die äußere Haltung spiegelt oft die innere Haltung wider: Hat der Gesprächspartner die Arme verschränkt, die Schultern hochgezogen oder rutscht er nervös auf dem Stuhl hin und her? Das können Signale einer Abwehr- bzw. Verteidigungshaltung sein. Achte in diesem Moment auch auf deine eigene Körperhaltung, denn unbewusst passen wir uns im Gespräch der Körpersprache des anderen an. Wenn du dich selbst dem Gegenüber offen zuwendest, fällt es leichter, dass er oder sie es genauso macht.
  2. Raum schaffen
    Schalte bei einem schwierigen Gespräch alle Störquellen aus, damit du dich ganz auf die Inhalte fokussieren kannst. Lege das Handy beiseite, schließe die Türe und bitte Kollegen nicht zu stören. Achte auch auf eine gute und freundliche Raumatmosphäre.
  3. Meinung respektieren
    Begegne deinem Gegenüber auf Augenhöhe und respektiere seine persönliche Meinung und Sichtweise zum Thema. Wichtig: Den Standpunkt des anderen zu respektieren heißt nicht, diesen am Ende selbst vertreten zu müssen!
  4. Hören, hinhören, zuhören
    Hören bedeutet, akustische Information aufzunehmen. Hinhören heißt, den Inhalt zu erfassen. Und beim Zuhören geht es darum, sich mit voller Aufmerksamkeit in den anderen hineinzuversetzen und auch auf die Zwischentöne zu achten.
  5. Genau nachfragen
    Damit das gelingen kann, musst auch du aktiv werden: Nur wer die richtigen Fragen stellt, bekommt Antworten. Außerdem zeigst du dadurch auch, dass du echtes Interesse am Thema und an der Sichtweise des Gegenübers hast.
  6. Fragen zum Verständnis stellen
    Gerade in heiklen Gesprächssituationen sind die Gesprächspartner oft sehr stark auf sich selbst konzentriert. Wem es gelingt, auch in solchen Momenten dem anderen bewusst zuzuhören, kann Missverständnisse vermeiden: Frage nach, ob du das Gegenüber richtig verstanden hast und fasse zusammen, welche Informationen du von ihm/ihr aufgenommen hast.
  7. Rechtfertigungen vermeiden
    Setze dir zum Ziel, den anderen wirklich zu verstehen – nicht, dich selbst zu verteidigen. Es kann trotzdem passieren, dass du vom Gesprächspartner kritisiert und angegriffen wirst. Widerstehe der Versuchung, darauf einzusteigen und dich zu rechtfertigen.

Viele wertvolle Tipps und Informationen zum Lösen von Konflikten findest du in unserem Konfliktratgeber, den du hier kostenlos downloaden kannst.

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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