Alleinerziehend im Spitzensport

10. November 2017
Alleinerziehend im Spitzensport

go4health-Profi-Triathletin Mirjam Muckenhuber macht das fast Unmögliche möglich: Sie vereinbart Spitzensport und Kindererziehung. Uns hat die Alleinerzieherin verraten, wie sie das schafft. 

Es ist 3.00 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Für Mirjam Muckenhuber ist das die gewohnte Zeit, um aufzustehen. Jetzt macht sie erst einmal Frühstück für sich, ihren neunjährigen Sohn Samuel und für die mit ihr befreundeten Mitglieder der WG, mit denen sie am Wiener Stadtrand wohnt. Fixpunkt am morgendlichen Speiseplan ist frisch zubereiteter Porridge mit Früchten, Joghurt oder Milch. „Ohne Porridge beginnt kein Tag bei uns“, lacht die Sportlerin. Aber nicht nur das gesunde Frühstück ist für Mirjam sehr wichtig, auch das Schulbrot für ihren Sohn bereitet sie mit vielen frischen Zutaten zu. „Ich gebe ihm immer ein selbst gebackenes Brot in die Jausenbox.“

Trainingsstart: 5.20 Uhr

Warum steht Mirjam so früh auf? „Weil ich da ganz viel Ruhe habe“, sagt sie aus Überzeugung. „Meine Energiespeicher sind zu dieser Zeit voll aufgeladen. Während das Frühstück am Herd steht, räume ich die Wohnung auf oder koche mein Mittagessen vor“, so die 32-Jährige weiter. „Meistens bleibt in der Früh auch Zeit, um E-Mails zu beantworten, Recherchen zu machen oder zu schreiben. Nicht selten nutze ich die frühen Morgenstunden auch, um die Wäsche zu bügeln.“ Während Sohn Samuel noch schläft, startet seine Mama dann um 5.20 Uhr mit dem Training außer Haus. Mindestens eine Sportart von Schwimmen über Radfahren bis Laufen oder Yoga stehen – bis auf einen trainingsfreien Wochentag – täglich auf dem Plan. „Samuel geht alleine in die Schule – und unsere Mitbewohner passen auch auf ihn auf“, ist Mirjam bestens organisiert und daher entspannt.

Zeitmanagement ist alles

Im Laufe des Vormittags ist das Workout abgeschlossen. Dann geht die Power-Mama ihrem Zweitjob im Sportmanagement nach, absolviert Sponsorentermine, erledigt Organisatorisches oder widmet sich den Endzügen ihres Studiums der Veterinärmedizin. Wenn der Sohnemann nachmittags von der Schule kommt, ist Zeit für Zweisamkeit: Und die verbringen die beiden mehrmals die Woche am Skaterplatz oder beim Eishockeytraining, zu dem Mirjam ihren Sprössling dreimal die Woche bringt. „Es ist mir sehr wichtig, dass auch er seine Talente ausleben kann“, so die sportliche Mama. Die erste Müdigkeit kommt bei Mirjam nach so einem langen und „ganz normalen Tag“ so ab 18.00 Uhr auf, Schlafenszeit ist meist um 21.00 Uhr. „Die Erziehung meines Sohnes, meine Arbeit, mein Studium und allen voran der Leistungssport – all das ist für mich eine ideale Kombination, aber ohne mein perfektes Zeitmanagement und zugehörige mentale Entspannung nicht schaffbar!“

Viel Unterstützung von Freunden & Familie

Der Triathlon ist ihre Passion. „Er gehört zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen“, sagt sie selbst. Doch ohne familiäre Unterstützung durch ihre Mutter und ihren Freundeskreis wäre diese Lebensweise nicht möglich, Mirjam ist sich bewusst, dass „helfende Hände unbezahlbar sind!“

Und auf die greift sie auch zurück, wenn sie zu einem Wettkampf reist – wie etwa zuletzt zur IRONMAN-WM auf Hawaii. „Da springt meine Mutter ein, die in der Nähe von Salzburg wohnt“, sagt Mirjam. „Samuel ist daran gewöhnt, mit anderen Menschen zusammen zu sein, da ich ihn von Anfang an überall mitgenommen habe.“ So ist es auch kein Thema, wenn Mama Mirjam einmal zwei Wochen im Ausland unterwegs bei Wettkämpfen ist!

 

Veröffentlicht in: go4more
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