Achtsamer Umgang miteinander

18.07.2016 |

Nach einer Einführung in das Thema Achtsamkeit in der ersten Woche und einem kleinen Denkanstoß, wie du mit dir selbst achtsam umgehen kannst, widmen wir uns in der dritten der insgesamt 8 Wochen zum Thema Achtsamkeit dem Umgang miteinander. 

Du, die Achtsamkeit und die Anderen

Oft bewerten wir Situationen, obwohl wir noch mittendrin stecken und deren Ausgang noch nicht kennen. Gleiches gilt für Gespräche mit unserer Familie, unseren Freunden und den Kollegen. Dabei verfälscht unsere Voreingenommenheit oft das Ergebnis und unsere Empfindungen.

Wir geben dir hier Tipps, wie du diese Woche deinem Gegenüber und damit auch dir selbst mit mehr Achtsamkeit begegnen kannst:

  • Alt, aber gut: Atme in einem aufgeregten, stressigen, emotionsgeladenen Gespräch erst einmal tief ein und wieder aus bevor du antwortest.
  • Versuche bei Gesprächen darauf zu achten, was gesagt wird. Welche – auch nonverbale – Botschaften werden transportiert, welche sollen transportiert werden und was interpretierst du? Beobachte dich beim nächsten Telefonat oder Kaffeetratsch. Klare Kommunikation ist der Schlüssel zum Einanderverstehen und zum achtsamen Umgang miteinander.
  • Zeit ist kostbar. Versuche die Zeit, die du mit anderen verbringst, möglichst bewusst zu erleben. Fernseher, Tablet und Co können ausgeschaltet bleiben, wenn wir uns unterhalten. Sich bewusst gemeinsam einen Film anzusehen, hat eine höhere Qualität und führt zu mehr Entspannung und Zweisamkeit als sich nebeneinander vom TV berieseln zu lassen und dabei aufs Handy zu schauen. Versuch daher in der nächsten Zeit deine Freizeit mit anderen bewusst zu gestalten. Begegne ihnen mit deiner vollen Aufmerksamkeit. Kanalisiere deine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit auf einige ausgewählte Dinge und Personen. Ein perfekter Einstieg ist ein gemeinsamer Spaziergang in der Natur ohne mediale Ablenkungen.
  • Wenn du achtsam mit dir selber bist, fällt dir auch der achtsame Umgang mit anderen leichter. Wenn du unsere Achtsamkeitsübungen für bewusstes Atmen und gezielte Selbstwahrnehmung schon geübt hast, sollte das für dich kein Problem sein!

Wertfreiheit

Ziel der Achtsamkeit ist es, Situationen, Gefühlen und Gedanken wertfrei und neutral zu begegnen. Das muss nicht sofort von Anfang an klappen. Lass dir Zeit dabei. Jeder achtsame Moment ist wertvoll. Übe dich in der neutralen Beobachterhaltung und wirf nicht die Flinte ins Korn, wenn es nicht sofort klappt. Wir sind eben Gewohnheitstiere und nur Übung macht den Meister. Lenke deinen Fokus diese Woche ganz bewusst auf einen achtsamen Umgang mit deinen Kollegen, deiner Familie und anderen Menschen. Du wirst sehen, es lohnt sich!

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