Achtsamkeit und Digitalisierung

08.08.2016 |

In unserer 8-wöchigen Achtsamkeits­serie stellen wir dir jede Woche neue Tipps für einen achtsameren Alltag vor. Heute geht es im Konkreten um Achtsam­keit und Digitali­sierung. Wie passen diese beiden eher konträren Themen denn überhaupt zusammen? Und wie lässt es sich in unserer digitalen Welt achtsam leben? Wir geben dir praktische Tipps.

Wie wir bereits in anderen Artikeln unserer Achtsamkeitsserie geschrieben haben, führt ein achtsamerer Umgang mit uns selbst, mit anderen und in unserem Alltag zu mehr Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und dem Gefühl, wirklich im Hier und Jetzt zu leben. Achtsamkeit hilft, aus dem Autopiloten-Modus auszubrechen und der Informationsflut, die tagtäglich auf uns hereinstürmt, aufmerksam zu begegnen. Du beobachtest Geschehnisse eher, als sie ständig zu bewerten.

Digitalisierung bestimmt unseren Alltag

Digitale Geräte begleiten uns heutzutage von früh bis spät. Durch unsere ständige Erreichbarkeit und Konfrontation mit Informationen, verstärkt die Digitalisierung die ständige Reizüberflutung. Mit diesen praktischen Tipps kannst du deine Achtsamkeit im Umgang mit digitalen Geräten ganz einfach verbessern:

  • Mach eine digitale Putzaktion! Räume auch deine digitalen Geräte von Zeit zu Zeit auf und entrümple – in diesem Artikel zeigen wir dir, wie’s geht.
  • Unfollow and unfriend – gehe deine Freundesliste in diversen sozialen Netzwerken durch und reflektiere die angezeigten Kontakte. Hast du viele Freunde/Follower? Was würdest du verpassen, wenn du gewisse Personen nicht in deiner Liste hättest? Trenne dich von überflüssigen Kontakten und räume auch hier einmal gründlich auf. Wie fühlst du dich dabei? Bekommen die verbliebenen Kontakte dadurch nicht gleich einen ganz anderen Stellenwert?
  • Nimm dein Smartphone einmal auf eine ganz andere Weise wahr. Nimm es in die Hand und halte es, ohne das Display zu aktivieren. Spüre, wie es schwer in deiner Hand liegt. Ein Gewicht, das du normalerweise vor lauter Ablenkung gar nicht mehr bewusst wahrnimmst. Fühle, wie deine Finger und Handfläche es berühren. Nimm auch wahr, welche Emotionen bei dir aktiviert werden, wenn du es ansiehst. Versuche nur zu beobachten, nicht zu bewerten.
  • Versuche ab und zu einen Achtsamkeitsmoment einzulegen, wenn du eine Nachricht bekommst. Fühle in dich hinein, bevor du dich mit der neuen Information konfrontierst. Freust du dich, dass dir jemand geschrieben hat? Bist du neugierig? 
  • Beim Weg in die Arbeit oder dann wieder nach Hause, beim Warten auf den Bus oder an der Kassa – lass einmal ganz bewusst dein Smartphone in der Tasche und nimm deine Umgebung wahr. Beobachte, was um dich herum passiert anstatt in der Informationsflut deines Telefons zu versinken.

Versuche als heutige Wochenaufgabe dein (privates) Smartphone einen ganzen Tag lang nicht zu beachten. Lege eine bestimmte Zeit am Abend fest und schaue erst dann nach, wer dir geschrieben, dich angerufen hat, oder welche News du in diversen Medien „verpasst“ hast. Halte inne und beobachte deine Gedanken, wenn du untertags das Bedürfnis verspürst, auf dein Smartphone zu schauen. Wieso möchtest du jetzt nachschauen? Erwartest du eine Nachricht? Was passiert, wenn du erst am Abend darauf antwortest? Wie fühlst du dich, wenn du dein Telefon nicht „gecheckt“ hast? Versuche nur wahrzunehmen und nicht zu bewerten. Lass abschließend abends den Tag nochmal Revue passieren und sieh, was so ein smartphonefreier Tag mit dir macht.

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