Aktives Zuhören – so gelingt Kommunikation

22.04.2020 |

Wenn Gesprächspartner auf ihrer Position beharren, ohne den anderen wirklich gehört oder verstanden zu haben, entstehen häufig Konflikte. Was hilft: aktives Zuhören – so gelingt es in der Praxis!

Schwierige Gespräche führen oft ungewollt zu Diskussionen und Missverständnissen. Sind die Standpunkte erst einmal eingenommen, kochen die Emotionen oft hoch und es geht häufig nur mehr darum, recht zu haben.

Eines der wichtigsten Werkzeuge für gelungene und fruchtbare Gespräche ist aktives Zuhören. Das Entscheidende dabei ist, nicht nur den Inhalt, sondern auch die Gefühle und Empfindungen des Gesprächspartners wahrzunehmen.

Ob Wut, Zorn, Enttäuschung oder Trauer – es gilt, sich selbst zurückzunehmen und sich bestmöglich auf den Gesprächspartner zu konzentrieren.

So gelingt aktives Zuhören

Auf die Körpersprache achten

Die äußere Haltung spiegelt oft die innere Haltung wider: Hat der Gesprächspartner die Arme verschränkt oder rutscht er nervös auf dem Stuhl hin und her? Das können Signale einer Abwehr- bzw. Verteidigungshaltung sein. Achte in diesem Moment auch auf deine eigene Körperhaltung. Wenn du dich deinem Gegenüber offen zuwendest, fällt es diesem leichter, das genauso zu tun.

Raum schaffen

Schalte bei einem schwierigen Gespräch alle Störquellen aus, damit du dich ganz auf die Inhalte fokussieren kannst. Lege das Handy beiseite, schließe die Tür und achte auf eine gute und entspannte Raumatmosphäre.

Meinung respektieren

Begegne deinem Gesprächspartner auf Augenhöhe und respektiere dessen persönliche Meinung und Sichtweise zum Thema.
Wichtig: Den Standpunkt des anderen zu respektieren heißt nicht, diesen am Ende selbst vertreten zu müssen!

Hören, hinhören, zuhören

Hören bedeutet, akustische Information aufzunehmen. Hinhören heißt, den Inhalt zu erfassen. Beim Zuhören geht es darum, sich mit voller Aufmerksamkeit in den anderen hineinzuversetzen und seine Gefühle wahrzunehmen.

Fragen zum Verständnis stellen

Gerade in heiklen Gesprächssituationen sind die Gesprächspartner oft sehr stark auf sich selbst konzentriert. Wenn es dir gelingt, dem anderen auch in solchen Momenten bewusst zuzuhören, kannst du Missverständnisse vermeiden. Frage nach, ob du deinen Gesprächspartner richtig verstanden hast und fasse zusammen, welche Informationen du von deinem Gegenüber aufgenommen hast. Zeige, dass du echtes Interesse am Thema und an der Sichtweise deines Gesprächspartners hast.

Rechtfertigungen vermeiden

Setze dir zum Ziel, den anderen zu verstehen – nicht, dich selbst zu verteidigen. In Gesprächen kann es vorkommen, dass du kritisiert und angegriffen wirst. Widerstehe der Versuchung, darauf einzusteigen und dich zu rechtfertigen!
Tipp
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Unser Fazit

Schwierige Gespräche führen oft ungewollt zu Diskussionen – besonders dann, wenn man selbst gerade stark von seinen eigenen Emotionen geleitet wird. Versuche jedoch, gerade in solchen Situationen nicht nur den Inhalt, sondern auch die Gefühle des Gesprächspartners zu beachten.

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