Alles über Diabetes Typ 2

Du hast starken Durst, bist müde und musst ständig auf die Toilette? Das sind nur einige Symptome, mit denen sich Diabetes bemerkbar macht. Wir zeigen dir, wie du die Zuckerkrankheit erkennen kannst.

Diabetes Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der es zu einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel kommt. Zu Beginn der Erkrankung bildet der Körper noch Insulin, welches aber zunehmend an Wirksamkeit verliert. Es hat die Aufgabe, den Zucker im Blut in die Körperzellen zu bringen, die Zellen mit Energie zu versorgen und dadurch den Blutzucker zu senken. Früher nannte man diesen Diabetes auch „Alters-Diabetes“, da er hauptsächlich ältere Menschen über 40 betrifft.

Wie entsteht Diabetes Typ 2?

Die Ursache für den erhöhten Blutzuckerspiegel bei Diabetes Typ 2 ist eine Insulinresistenz der Körperzellen. Das bedeutet, dass sie immer weniger auf Insulin ansprechen, bis sie schließlich unempfindlich (resistent) werden. Der Zucker, der sich im Blut befindet, kann so nicht mehr in die Zellen gelangen und wird vermehrt im Harn ausgeschieden. Die Neigung zu Diabetes Typ 2 ist zudem genetisch bedingt. Faktoren wie Übergewicht und Bewegungsmangel erhöhen zusätzlich das Risiko für die Erkrankung.

So erkennst du Diabetes Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt sich meist langsam. Vom Beginn der Erkrankung bis zur Diagnosestellung können Jahre vergehen, da erhöhte Blutzuckerwerte oft lange keine Beschwerden verursachen, obwohl Blutgefäße und Nerven bereits geschädigt wurden. Ein hoher Blutzuckerwert führt darüber hinaus zu Infektionen an Haut oder Geschlechtsorganen, die oft mit starkem Juckreiz auftreten. Zudem wird ab einem bestimmten Blutzuckerwert (160-180 mg/dl) Zucker im Urin ausgeschieden. Die Symptome, die bei hohem Blutzucker auftreten, sind oft vermehrtes Durstgefühl, ständiges Harnlassen, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Juckreiz oder Sehstörungen. Mit einem einfachen Bluttest (Bestimmung des Nüchternblutzuckerspiegels und des HbA1c Wertes) lässt sich das Risiko abschätzen.

Diese Folgeerkrankungen können drohen

Bei Diabetes Typ 2 besteht ein erhöhtes Risiko, dass Spätkomplikationen auftreten können. Hohe Blutzuckerwerte beeinträchtigen langfristig die Blutgefäße und können die Ursache für folgende Komplikationen und Schädigungen sein:

  • Arterienverkalkung, Arteriosklerose – Herzinfarkt, Schlaganfall
  • Bluthochdruck – Thrombosegefahr
  • Nierenschädigung – diabetische Nephropathie bis hin zu Nierenversagen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Nervenschädigung – diabetische Neuropathie – Nervenschmerzen
  • Augenschädigung – diabetische Retiopathie – Sehstörungen

Therapie mit gesunder Ernährung, Sport, Medikamenten und Insulin

Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Bewegung sowie ein gesundes Körpergewicht spielen bei der Behandlung von Diabetes Typ 2 eine große Rolle. In diesem go4health Artikel erfährst du, worauf du beim Abnehmen achten solltest.

Auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft bestätigt die Wirksamkeit und Relevanz einer Kombination aus regelmäßigem Ausdauer- und Krafttraining für Verbesserungen des HbA1c-Wertes bei bestehendem Diabetes Typ 2.

Der HbA1c Wert ist bei Diabetes ein relevanter Marker. Mit ihm lassen sich Rückschlüsse zur Blutzuckereinstellung der letzten acht bis zwölf Wochen schließen.

Diese Studie zeigt ebenfalls, dass regelmäßige körperliche Bewegung zu einer Steigerung des Wohlbefindens und zu einer Verbesserung der Lebensqualität führt. Bereitest du dir deine Mahlzeiten frisch zu, weißt du genau, welche Zutaten enthalten sind und verbesserst deine Blutzuckerwerte.

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Gelingt die Gewichtsabnahme nicht oder dauert die Erkrankung viele Jahre, kann sich ein Insulinmangel entwickeln, sodass letztlich Insulin gespritzt werden muss. Spätestens ab dem 45. Lebensjahr ist es daher ratsam, den Blutzucker regelmäßig beim Arzt deines Vertrauens zu kontrollieren.


Unser Fazit

Um Blutzuckerwerte des Diabetes Typ 2 in den Griff zu bekommen, ist oft ein Mix aus verschiedenen Maßnahmen notwendig. Eine bewusste, ausgewogene Ernährung und Bewegung helfen in jedem Fall, Diabetes Typ 2 vorzubeugen. 

Hinweis: Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Kerstin Fink, Ärztin für Allgemeinmedizin in Wien.

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