Apfelzeit

14.10.2016 |

In Mitteleuropa werden Äpfel seit dem 6. Jahrhundert bewusst angebaut. Der Apfel übertrifft mit seinen über 30 Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, die in ihm stecken jedes andere Obst. Denn so viele komplexe, gesunde Wirkstoffe auf einmal enthält kein anderes Lebensmittel. Er ist also der König unter den Obstsorten.

Mit „Haut und Haaren“ genießen

Ein frischer Apfel ist gesünder als Apfelsaft. Und wenn schon Saft, dann sollte er zumindest naturtrüb sein. Äpfel solltest du auf keinen Fall schälen. Denn 75 Prozent der wertvollen Inhaltsstoffe sitzen in und direkt unter der Schale. Sogar das Kerngehäuse kannst du bedenkenlos mitessen – es enthält viel Jod. Deine Schilddrüse benötigt es um die Schilddrüsenhormone herzustellen, ohne die im Energiestoffwechsel gar nichts läuft. Der Mythos, dass Apfelkerne giftig seien, hält sich nach wie vor. Sie enthalten eine Vorstufe der Blausäure, die auch Mandeln enthalten. Allerdings ist die Menge in den Apfelkernen so gering, dass sie uns keineswegs in irgendeiner Form schadet. Kalium ist wichtig für die Herzfunktion und reguliert den Wasserhaushalt. Eisen benötigst du für den Sauerstofftransport im Blut. Was der Apfel besonders gut kann: Er reguliert die Darmtätigkeit. Pektin ist ein natürlicher Quellstoff: Aufgrund seiner chemischen Struktur kann er bis zum 100-fachen seines Eigengewichtes an Wasser binden. Es hilft dir dabei auf natürliche Weise den Cholesterinspiegel zu senken. Als „Darmputzer“ unterstützt Pektin deine Darmbakterien dabei, den Verdauungstrakt zu reinigen. Ein geriebener Apfel (abwaschen mit Wasser und abreiben mit einem Handtuch) mit Schale ist übrigens ein altes Hausmittel gegen Durchfall. Durch das Reiben kann das Pektin im Apfel noch mehr Wasser binden.

Was sind die gesündesten Sorten?

Generell gilt: Sonnengereift und rotbackig sollten die Äpfel sein. Alte Apfelsorten, wie der Berlepsch, Idared, Boskop oder Gravensteiner haben besonders viele gesunde Inhaltsstoffe. Diese alten Sorten haben meist auch einen relativ hohen Vitamin-Gehalt. Während neuere Sorten, wie der Granny Smith oder Pink Lady, sehr zuckerreich sind, und von den Inhaltsstoffen her nicht so gut abschneiden.

Biofunktionalität – Was der Apfel sonst noch kann

Sekundäre Pflanzenstoffe aus dem Apfel, vor allem Quercetin, zeigten im Labor Einfluss auf das Wachstum von Krebszellen. So kann dies die Darmzellen dabei unterstützen, schädliche Substanzen zu zerstören. Langzeit-Beobachtungsstudien kommen zu dem Ergebnis, dass der tägliche Verzehr von Äpfeln hilft Darmkrebs vorzubeugen. Schon ein Apfel täglich kann die Gedächtnisleistung verbessern und Alzheimer vorbeugen, da Quercentin auch deine Nervenzellen schützt. Der Apfel hat durch seine Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt und funktioniert als Zahnbürste der Natur zwischendurch ebenso gut wie ein Kaugummi.

Rezept: Apfelringe im Dinkelstrudelteig mit Vanilleeis und Kernöl (für 4 Personen)

Lust auf etwas Ausgefallenes? Versuche die Kombination aus saftigen Äpfeln, cremigem Vanilleeis und nussigem Kernöl!

Für dieses Dessert benötigst du:

  • 4 feste Äpfel
  • Entkerner
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 Pkg. Dinkelstrudelteig
  • 1/2 Pkg. Vanilleeis
  • 1- 2 TL Kernöl
  • 1- 2 EL zerhackte Kürbiskerne
  • Zimt und Kardamom

So wird’s gemacht:

Heize den Backofen auf 190°C vor. Entferne den Strunk mir einem Entkerner, und schneide die Äpfel in ca. 0.5 cm dicke Scheiben. Beträufle die Ringe mit etwas Zitronensaft und verfeinere sie mit Kardamom und Zimt. Lege ein Backblech mit Backpapier aus und verteile die Apfelscheiben darauf. Jetzt rollst du den Dinkelstrudelteig aus und schneidest ihn in ca. 2 cm breite Streifen. Fädle jeweils einen Strudelteigstreifen durch das Loch in der Mitte der Apfelringe (wo vorher der Strunk war) und wickle ihn gleichmäßig um den Apfelring. Backe die Apfelringe bei Unter/Oberhitze und 190°C für ca. 15 Minuten im Ofen goldbraun. Röste die Kürbiskerne kurz in einer beschichteten Pfanne ohne Öl an. Serviere die Apfelringe mit einer Kugel Vanilleeis, einem Schuss Kürbiskernöl und den gerösteten Kernen.

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