Die Einteilung der Lebensmittel nach der TCM

23.10.2018 |

TCM Expertin Judith Kraus erklärt im zweiten Teil der go4health Serie, dass Lebens­mittel nicht nur den verschiedenen Geschmäckern, sondern auch den Elementen zugeordnet werden.

Die Kraft der fünf Elemente

Dunkel und hell, weich und hart, heiß und kalt, weiblich und männlich: Yin und Yang beschreiben gegensätzliche Kräfte, die doch in Bezug zueinander stehen. Das Begriffspaar bildet eine der Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sind Yin und Yang im Lot, herrscht Ausgeglichenheit. Die sich anziehenden Gegensätze dorthin zu bringen, ist das Ziel der Fünf-Elemente-Ernährung.

Wu Xing – Die fünf Elemente

Die chinesische Ernährungslehre weist jedem Nahrungsmittel eines der fünf Elemente zu. Weiters werden die Lebensmittel nach ihrer thermischen Wirkung auf den Organismus eingeteilt. Im Wesentlichen geht es um die Fragen „Wie wirkt etwas?“ und „Wo wirkt etwas?“ Jedes der fünf Elemente hängt mit den anderen zusammen, sowohl mit einer Geschmacksrichtung als auch bestimmten Organen. Den Zusammenhang kann man sich laut Judith Kraus folgendermaßen vorstellen: „Holz nährt Feuer – Feuer bringt kostbare Erde hervor – Erde enthält Metalle – Metalle werden im Wasser gelöst – dieses Wasser bringt wieder junges Holz (Pflanzen) hervor. Das bedeutet, extremes Verlangen nach einem bestimmten Geschmack kann ein Hinweis auf eine Schwäche der zugehörigen Organe sein.“

Extremes Verlangen nach einem bestimmten Geschmack kann ein Hinweis auf eine Schwäche der zugehörigen Organe sein.

Lebensmittel nach den fünf Elementen

  • Dem Element Holz zugeordnete Lebensmittel sind zum Beispiel Essig, Orangen, Tomaten, Weizen und Huhn.
  • Dem Element Feuer entsprechen Lebensmittel wie Rote Bete, Rucola, Chicorée, Roggen und Schafkäse.
  • Dem Element Erde werden Lebensmittel wie Kartoffeln, Mais, Butter, Eier, Rindfleisch und Karotten zugeschrieben.
  • Zum Element Metall gehören Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Senf und Gans.
  • Das Element Wasser findet sich in Lebensmittel wie Salz, Fisch, Hülsenfrüchte, Oliven und Wasser.

„Der Hauptgeschmack einer Speise sollte süß sein – das ist einer der Grundsätze der TCM“, erklärt Judith Kraus. Mit „süß“ ist dabei jedoch nicht „Zuckersüße“ gemeint, sondern alle Nahrungsmittel die süßlich schmecken – wenn man sie gut kaut und einspeichelt. Hauptbestandteil der Mahlzeit sollten also „süße“ Lebensmittel in Form von gekochtem Getreide, Hülsenfrüchten, Gemüse oder Fleisch sein. Alle anderen Geschmäcke wie scharf, salzig, bitter, sauer sollten laut Kraus in Form von Gewürzen, Kräutern, Dips, Marinaden, Soßen und Verfeinerungen aufgenommen werden.

Schon gelesen? Im ersten Teil der go4health TCM-Reihe erfährst du alles über die Grundprinzipien der TCM-Ernährung.

So geht’s weiter: Nächste Woche erklärt TCM-Expertin Judith Kraus, wie die Ernährung nach der inneren Uhr funktioniert.

Unser Fazit

In der TCM werden die Lebensmittel den verschiedenen Elementen zugeordnet. Die richtige Zusammensetzung der Elemente ist wichtig, um Yin und Yang ins Gleichgewicht zu bringen.

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