So wirkt sich Schlafmangel auf deinen Körper aus

05.12.2018 |

Schlafmangel wirkt sich nicht nur negativ auf die Psyche aus, sondern auch auf den Körper. Wir zeigen die häufigsten Folgen von zu wenig Schlaf auf.

Deine Reaktionsfähigkeit nimmt ab

Nach einer schlaflosen Nacht solltest du besser nicht mit dem Auto fahren. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Reaktionsgeschwindigkeit von Autofahrern, die zu kurz oder zu schlecht geschlafen hatten, vergleichbar ist mit jenen, die einen Alkoholwert von 1,0 Promille im Blut aufweisen. Auch deine motorischen Fähigkeiten leiden unter dem Schlafmangel.

Zu wenig Schlaf fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schlafmangel fördert Bluthochdruck und Arteriosklerose und erhöht das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Sogar das Krebsrisiko, insbesondere für Darm- und Brustkrebs, kann steigen.

Das Risiko für psychische Erkrankungen steigt

Fühlst du dich nach einer schlaflosen Nacht schneller gereizt, lustlos, überfordert oder traurig? Durch Schlafmangel sinkt die psychische Belastungsgrenze erheblich. Die Folgewirkungen sind nicht zu unterschätzen: dauerhaft schlechter Schlaf kann psychische Erkrankungen erheblich begünstigen!

Zu wenig Schlaf begünstigt Alzheimer und Demenz

Wenig Schlaf senkt die Leistung des Gehirns und die Konzentrationsfähigkeit. Eine Studie zeigt, dass Schlafmangel langfristig sogar Demenz und Alzheimer auslösen kann. Verantwortlich dafür sind bestimmte Proteine, die während des Gehirnstoffwechsels entstehen und nur im Schlaf abgebaut werden können. Werden diese nicht verwertet, entstehen sogenannte Plaques, die als Auslöser für Demenz und Alzheimer gelten.

Deine Abwehrkräfte leiden

Eine Studie der University of San Francisco untersuchte, wie das Immunsystem bei Schlafmangel auf Erkältungsviren reagiert. Dabei zeigte sich deutlich: Wer über eine Woche hinweg pro Nacht nur sechs Stunden oder weniger geschlafen hatte, erkältete sich mehr als viermal häufiger. Andere Parameter wie etwa Stresslevel oder das Alter spielten dabei keine Rolle.

Zu wenig Schlaf fördert Heißhunger und Übergewicht

Wer zu wenig oder unregelmäßig schläft, bringt Enzyme, Hormone und Botenstoffe im Körper aus dem Gleichgewicht. Diese sind unter anderem für die Verdauung und das Hungergefühl zuständig. Bei Testpersonen, die nur vier Stunden pro Nacht schlafen, schütten die Zellen weniger von dem Appetitzügler Leptin und weniger Insulin aus. Dafür wird mehr vom Hormon Ghrelin freigesetzt, das den Appetit anregt. Menschen die zu wenig Schlaf finden, sind daher meist viel hungriger als ausgeschlafene Personen. Zugleich verlangsamt sich der Stoffwechsel bei zu wenig Schlaf, da Nährstoffe aus dem Essen als Reserve gespeichert werden.

Unser Fazit

Die Folgen von zu wenig Schlaf können auf Dauer deinem Körper schaden und sollten nicht unterschätzt werden. Bei länger andauernden Schlafstörungen solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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