Auswirkungen und Risiken von Schlaf­mangel

04.12.2019 |

Schlafmangel wirkt sich nicht nur auf die Psyche, sondern auch auf den Körper negativ aus. Wir zeigen die häufigsten Folgen und Risiken von zu wenig Schlaf auf.

Deine Reaktionsfähigkeit nimmt ab

Nach einer schlaflosen Nacht solltest du besser nicht mit dem Auto fahren: Forscher haben herausgefunden, dass die Reaktionsgeschwindigkeit von Autofahrern, die zu kurz oder schlecht geschlafen haben, vergleichbar mit jenen ist, die einen Alkoholwert von 1,0 Promille im Blut aufweisen. Auch unsere motorischen Fähigkeiten leiden durch Schlafmangel.

Zu wenig Schlaf fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schlafmangel fördert Bluthochdruck und Arteriosklerose und erhöht das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Sogar das Krebsrisiko, insbesondere für Darm- und Brustkrebs, kann steigen.

Das Risiko für psychische Erkrankungen steigt

Fühlst du dich nach einer schlaflosen Nacht schneller gereizt, lustlos, überfordert oder traurig? Durch Schlafmangel sinkt die psychische Belastungsgrenze erheblich. Die Folgewirkungen sind nicht zu unterschätzen: Dauerhaft schlechter Schlaf kann die Entwicklung psychischer Erkrankungen erheblich fördern!

Zu wenig Schlaf begünstigt Alzheimer und Demenz

Wenig Schlaf senkt die Leistung des Gehirns und die Konzentrationsfähigkeit. Eine Studie zeigt, dass Schlafmangel langfristig sogar Demenz und Alzheimer auslösen kann. Verantwortlich dafür sind bestimmte Proteine, die während des Gehirnstoffwechsels entstehen und nur im Schlaf abgebaut werden können. Werden sie es nicht, entstehen sogenannte Plaques, die als Auslöser für Demenz und Alzheimer gelten.

Wusstest du, dass Schlafmangel auch deinen Blutzucker beeinflusst? Mehr dazu erfährst du in diesem Blogartikel. 

Deine Abwehrkräfte leiden

Eine Studie der University of San Francisco untersuchte, wie das Immunsystem bei Schlafmangel auf Erkältungsviren reagiert. Dabei zeigte sich deutlich: Wer über eine Woche lang nur sechs Stunden oder weniger pro Nacht geschlafen hatte, erkältete sich mehr als viermal häufiger.

Zu wenig Schlaf fördert Heißhunger und Übergewicht

Wer zu wenig oder unregelmäßig schläft, bringt Enzyme, Hormone und Botenstoffe im Körper aus dem Gleichgewicht. Diese sind unter anderem für die Verdauung und das Hungergefühl zuständig.

Bei Testpersonen, die nur vier Stunden pro Nacht schliefen, schütteten die Zellen weniger vom Appetitzügler Leptin und Insulin aus. Dafür wird mehr vom Hormon Ghrelin freigesetzt, das den Appetit anregt. Menschen, die zu wenig Schlaf finden, sind daher meist viel hungriger. Zugleich verlangsamt sich der Stoffwechsel bei zu wenig Schlaf.

7 Tipps, um besser einzuschlafen, findest du in diesem Blogartikel. Auch unser go4health Schlafratgeber hilft dir, deinen Schlaf zu verbessern.

Unser Fazit

Schlafmangel hat zahlreiche negative Folgen. Suche bei länger andauernden Schlafstörungen unbedingt einen Arzt deines Vertrauens auf.

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