Faszienmassage – so geht’s!

23.04.2020 |

Stress, einseitige Belastungen oder Flüssigkeitsmangel führen zu Verspannungen und verklebten Faszien. Mit einer regelmäßigen Faszienmassage beugst du diesen vor. Wir zeigen, wie es funktioniert!

Was sind Faszien?

Faszien durchziehen einen Großteil unseres Muskelgewebes im Körper und sorgen dafür, dass die Muskeln weitgehend reibungsfrei aneinander gleiten können. Das Fasziengewebe ist auch für die Ummantelung von Nervenbahnen und die Versorgung von umliegendem Gewebe zuständig. Dabei besteht diese besondere Form des Bindegewebes zu fast 70 % aus Wasser und zu kleineren Teilen aus Kollagen und Elastin.

Verspannungen durch Faszienmassage lindern

Weil Faszien so eng am Muskelgewebe anliegen, wird über sie nicht nur Kraft übertragen, sondern bei Bewegung auch die Spannung gehalten. Befindest du dich nun beispielsweise zu häufig und starr in einer bestimmten Körperhaltung, führt das zur Verkrampfung des betroffenen Muskelgewebes und zu verklebten Faszien.

Dabei entstehen muskuläre Aufwölbungen bzw. kleine Knötchen im Fasziengewebe, die du als Ziehen wahrnimmst. Die Gründe hierfür reichen von Bewegungsmangel über einseitige Belastungen bis hin zu permanentem Stress oder Flüssigkeitsmangel. Durch kurze, regelmäßige Selbstmassagen kannst du verklebten Faszien vorbeugen.

Für die Faszienmassage empfehlen wir dir einen Faszienball oder eine Faszienrolle. Faszienbälle eignen sich besonders für kleine Flächen und punktuelle Massagen wie beispielsweise für die Schultermuskulatur. Bei größeren Muskelgruppen, wie etwa deinem gesamten Rücken, eignet sich die Faszienrolle besser. 

So funktioniert’s!

Die Faszienmassage kannst du auf zwei Arten durchführen: Rollst du langsam auf dem Muskelgewebe, wird der Lymph- und Blutfluss angeregt und dadurch eingelagerte Stoffe weitertransportiert. Diese Stoffe werden dabei ähnlich wie bei einem Schwamm aus dem Gewebe gedrückt und deine Regeneration wird dabei verbessert.

Rollst du den Ball oder die Rolle hingegen schnell und kurz, wird der der Spannungszustand deines Muskels angehoben. Mit einer schnellen Faszienmassage vor dem Workout bereitest du deinen Körper ideal auf ein Training mit schnellen Sprüngen oder intensiven Übungen vor.

Tipp
Beachte, dass auch deine Ernährung einen Einfluss auf deine Faszien hat. Erfahre hier alles über die ideale Faszienernährung.

Faszienmassage – 3 Übungen

Wadenfaszien

Ausführung: Strecke dein rechtes Bein aus. Lege die Rolle unter deinen rechten Unterschenkel. Stütze dich mit deinen Händen ab. Lege dein linkes Bein über dein rechtes. Rolle nun 2 bis 3 Minuten lang vor und zurück. Wiederhole die Übung anschließend mit dem anderen Bein.

Dauer: 2 bis 3 Minuten pro Bein

Faszienmassage der Waden

Oberschenkelaußenseite

Ausführung: Ziehe dein linkes Bein an und stütze dich mit dem Fuß ab. Strecke dein rechtes Bein aus. Stütze dich mit deinem rechten Unterarm und deiner linken Hand am Boden ab. Lege dich mit deiner rechten Oberschenkelaußenseite auf die Rolle. Rolle nun vor und zurück. Wiederhole die Übung mit dem anderen Bein.

Dauer: 2 bis 3 Minuten pro Bein

Faszienmassage an der Außenseite des Oberschenkels

Unterer Rücken

Ausführung: Lege die Faszienrolle unter deinen unteren Rücken. Winkle deine Beine an und stütze dich mit deinen Armen hinter der Rolle ab. Rolle nun mit dem Rücken auf der Rolle hoch und runter.

Dauer: 3 Minuten

Faszienmassage am unteren Rücken
Mehr Informationen über Faszien sowie weitere Übungen findest du in unserem kostenlosen go4health Faszienratgeber. Beuge verklebtenFaszien und Verkrampfungen mit regelmäßigen Faszienmassagen vor. Dein Körper wird es dir danken!

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