Iss dich warm

02.10.2017 |

Wenn die Temperaturen draußen sinken, steigt unser Bedürfnis nach warmen Gerichten, die uns von innen aufheizen. Welche Gewürze und Speisen das innere Feuer anregen, verraten wir hier.

Wer kennt das nicht – eine Prise zu viel Chili im Eintopf und schon wird der kulinarische Genuss zum schweißtreibenden Erlebnis. Dieses Beispiel zeigt, wie stark erhitzend Kräuter auf unseren Organismus wirken können. Natürlich geht es auch anders herum – denn nichts geht über eine Tasse kühlenden Pfefferminztee an einem heißen Sommertag. Die thermische Wirkung von Lebensmittel ist allerdings keine Erkenntnis der modernen Wissenschaft. Schon seit Jahrtausenden findet die kühlende oder wärmende Wirkung von Nahrung in traditionellen Heilsystem wie der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder der ayurvedischen Medizin große Beachtung. Dieses Wissen zur Thermik von Lebensmitteln kann gezielt genutzt werden. Im Herbst und Winter sollten vermehrt wärmende Speisen auf den Speiseplan gesetzt werden. So kann der gesamte Organismus dem kühlen Wetter trotzen.

Wärmende Gewürze

Magst du es gerne scharf und feurig? Dann solltest du in der kalten Jahreszeit öfter Chili, Ingwer und Zimt in deine Gerichte mischen. Chili heizt vor allem durch den Inhaltsstoff Capsaicin ein und hebt auch noch die Stimmung. Ingwer wärmt durch das enthaltene Gingerol und Shoagol. Zudem regt die aromatische Knolle den Stoffwechsel an. Zimt beruhigt und entspannt, kontrolliert die Herzfrequenz sowie den Blutdruck und ist eine wunderbar wärmende Zutat in Tees, im Kakao oder in Kuchen und Desserts.

Wärmende Snacks

Als kleine Knabbereien zwischendurch oder als Beigaben für Müsli oder Porridge sind verschiedene Nüsse sowie Trockenfrüchte ideale Wärme-Booster. Besonders Haselnüsse, Walnüsse und Maroni sowie Marillen, Datteln, Feigen und Rosinen eignen sich als Aufputz für wärmende Frühstücksgerichte und Porridge.

Wärmendes Obst & Gemüse

In der kalten Jahreszeit sollte auf Rohkost und auf kalte Gerichte verzichtet werden. Stattdessen lässt sich saisonales Gemüse sehr schmackhaft warm zubereiten: Fenchel, Süßkartoffeln und Rote Beete eignen sich als Pfannengemüse oder als Gemüsezutat in Bowls. Mit Gewürzen wie Chili oder Ingwer verfeinert, liefern Gemüsegericht nicht nur wertvolle Nährstoffe für das Immunsystem, sondern auch jede Menge Wärme von innen. Herbstliche Früchte lassen sich mit wärmenden Gewürzen wie Zimt oder Nelken zu köstlichen Desserts verarbeiten. Pflaumen/Zwetschgen schmecken etwa herrlich als warmes Kompott, Granatäpfel eignen sich für süße Cremes und passen auch in herzhafte Saucen.

Wärmende Eiweißquellen

Außerdem heizen hochwertige Eiweißquellen dem Körper ein. Vor allem rotes Fleisch wie Schwein, Rind, Lamm oder Wild wärmen. Diese Fleischsorten liefern zudem wichtige Mikronährstoffe wie Selen, Zink und B-Vitamine. Das kühle Sushi sollte in der kalten Jahreszeit gegen warme Fischgerichte getauscht werden. Hering, Kabeljau, Scholle oder Thunfisch liefern lebensnotwendige Omega-3-Fettsäuren und lassen sich schnell und einfach im Backrohr zu einer warmen Mahlzeit zubereiten. Auch Hülsenfrüchte können helfen, das ungeliebte Frieren zu beenden. Bohnen und Linsen eignen sich hervorragen für wärmende Eintöpfe oder als Beigabe in einer heißen Suppe.

Wärmende Beilagen und Tees

Amaranth, Grünkern, Hafer, Hirse oder Dinkel sind eine perfekte Kohlenhydratquelle an kalten Tagen und schenken innere Wärme, wenn es draußen kalt ist. Außerdem liefern sie wertvolle Vitalstoffe und sorgen für gute Stimmung an trüben Tagen.

Wer zwischendurch Wärme benötigt, setzt am besten auf heiße Getränke. Kräutertees, die Fenchel, Kümmel, Anis, Zimt, Ingwer oder Nelken enthalten, aktivieren den Stoffwechsel und heizen ein.

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