Mirjam Muckenhuber beim IRONMAN European Championship Frankfurt

19.07.2017 |

Wir haben allen Grund unserer Triathletin Mirjam Mucken­huber zu gratulieren: Mit einer Gesamt­zeit von 10:08:34 hat sie den 3. Platz in ihrer Altersklasse erreicht! Eine atemberaubende Leistung und die perfekte Einstimmung für ihren Start bei der Weltmeisterschaft in Hawaii. Wie sie diesen außerordentlichen Wettkampf selbst erlebt hat, erfährst du in Mirjams persönlichem Erfahrungsbericht.

6:30 Uhr – Schwimmen: „Es geht los!“

Am 9. Juli um 6:30 Uhr fällt der Startschuss für 3.115 Athleten im Langener Waldsee. Die Wetterbedingungen sind ideal und ich fiebere dem Start entgegen. Das eine oder andere Mal musste ich im Gedränge am Massenstart schon um meine Position kämpfen – diesmal zum Glück nicht! Ich schwimme los, komme schnell in meinen Rhythmus.

Was ich fühle: Ich freue mich so sehr!
Was ich denke: Super! Ich bin im Flow!
Wie ich weitermache: Ich fokussiere Boje um Boje bis hin zum Schwimmausstieg.

Nach einer soliden Schwimmzeit kam ich in die erste Wechselzone.

Bald im Ziel! go4health gratuliert Mirjam Muckenhuber zu ihrer Leistung beim Triathlon

180 km am Rad: „Strecke mit Hindernissen“

Ich fühle mich gut und freue mich auf die 180 km auf dem Rad. Die Radstrecke führt von Langener Waldsee Richtung Frankfurt und schließt an einen 2-Runden-Kurs an. Zweimal heißt es, auch „the hell“ zu absolvieren: Dabei führt die Radstrecke 300 m bergauf über Kopfsteinpflaster!

Was ich fühle: Super! Das Schwimmen ist gut verlaufen, das Wetter ist perfekt. Weiter geht’s!
Was ich denke: Bitte liebe Reifen, bleibt heil!
Wie ich weitermache: Ich halte den Lenker fest in den Händen, schalte die Gedanken aus, bis der tückische Streckenabschnitt am Kopfsteinpflaster zu Ende ist. Meine Beine brennen, aber ich schaffe es!

42 km Laufen: „Endspurt Marathon – ich halte durch!“

Die Stimmung entlang der Radstrecke, mit den Hotspots und dem traumhaften Panorama geben mir Kraft und Energie. Nach einer gigantischen Radzeit komme ich in die Wechselzone 2 und freue mich riesig auf den Marathon. Beim Radfahren bin ich muskulär schon erschöpft, darum ist es gut, festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Ich will einfach nur noch in die Laufschuhe springen!

Der Marathon führt entlang der Uferpromenade des Flusses und über einen 4-Runden-Kurs. Wow! Auf der Laufstrecke ist die Stimmung phänomenal. Die Menschenmenge tobt und feiert. Mein Sohn ist für mich der Held des Tages: Er gibt mir die Energie für die nächsten Runden.

Was ich fühle: Meine Ressourcen sind fast ausgeschöpft. Mein Rücken und die Beine tun weh, aber ich freue mich auf den Marathon!
Was ich denke: Die ersten 4 km merke ich, dass ich kräftig laufe. Dann verlaufen sich meine Beine von Kilometer zu Kilometer. Mein Magen rebelliert …
Wie ich weitermache: Es gibt zwar Momente, da will ich am liebsten stehen bleiben, aber aufgeben gibts nicht, solange meine Gesundheit nicht in Gefahr ist. Ich weiß: Nur durch Erfahrung und Misserfolg kann ich lernen und stärker hervor gehen, also Fokus auf das Ziel!

Wegen zwei WC-Pausen habe ich zwölf Minuten verloren und dadurch Platz 2 verschenkt.

Ich freue mich auf meine nächsten Abenteuer und Bewerbe! Danke für euer Vertrauen und eure Unterstützung. Alles Liebe, eure Mucki

riathletin Mucki auf dem Fahrrad beim IRONMAN European Championships

Über Mirjam Muckenhuber

Mucki ist eine der erfolgreichsten Mittel- und Langdistanz-Triathletinnen Österreichs. Wo ein Wille, da auch ein Weg! Disziplin und Durchhaltevermögen – das ist ihr Rezept. Ihr letzter Erfolg ist neben dem Ironman in Frankfurt die Qualifikation für die Ironman WM in Hawaii 2017, bei der sie schnellste Österreicherin ihrer Altersklasse war. Sie bloggt unter www.muckiblog.com und freut sich über die tatkräftige Unterstützung durch ihren Sponsor go4health.

Fotos: freetripix; privat

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