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So funktioniert der Säure-Basen-Haushalt

22.06.2021 |

Ein gesunder Säure-Basen-Haushalt ist für zahlreiche Stoffwechselprozesse wichtig. Doch wie kommt es zu Störungen und welchen Einfluss hat unsere Ernährung? Wir haben die wichtigsten Infos für dich.

Sind deine Säuren und Basen im Gleichgewicht? Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist wichtig, damit die Aktivität der Enzyme in deinem Körper erhalten bleibt und die Stoffwechselprozesse korrekt ablaufen können. Nur so können beispielsweise die Proteine in deiner Nahrung verdaut und schädliche Stoffe aus deiner Ernährung unwirksam gemacht werden. Halte deinen Säure-Basen-Haushalt mit einer ausgewogenen Ernährung und einer reduzierten Menge an proteinreichen Lebensmitteln im Gleichgewicht – wir zeigen, wie das geht und warum das so wichtig ist.

Der Säure-Basen-Haushalt

Dein Blut und deine Organe benötigen unterschiedliche pH-Werte, um gesund zu funktionieren. Normalerweise ist dein Blut leicht basisch, der Magen stark sauer. Ein pH-Wert unter 7 gilt als sauer. Der Normalbereich für den pH-Wert im Blut liegt zwischen 7,35 und 7,45. Übersteigt der Wert diesen Bereich, ist dein Blut zu basisch (Alkalose), ist der Wert niedriger, handelt es sich um eine Übersäuerung (Azidose).

Ernährung und der Säure-Basen-Haushalt

Bei gesunden Personen fanden Untersuchungen keinen Zusammenhang zwischen einer Übersäuerung und einer säurehaltigen Ernährung. Durch saure Lebensmittel kann es zwar zu leichten Veränderungen des pH-Wertes im Blut kommen, jedoch überschreiten diese die Grenzwerte des Normalbereichs nicht.

Eine basische Ernährung unterstützt deinen Körper bei der Regulierung deines Säure-Basen-Haushaltes. Es entscheidet aber nicht der Geschmack, ob ein Lebensmittel sauer oder basisch wirkt, sondern wie der Stoffwechsel es verarbeitet: Eine Zitrone schmeckt beispielsweise sauer, wirkt jedoch basenbildend.

  • Als saure Lebensmittel gelten vor allem Nahrungsmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Milch, Eier oder Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte und verarbeitete Produkte wie Fertigprodukte, Süßwaren oder Softdrinks.
  • Als basische Lebensmittel sollten ausreichend Obst und Gemüse auf deinem Speiseplan stehen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung solltest du pro Tag zumindest 5 Portionen Obst und Gemüse zu dir nehmen.

Störungen des Säure-Basen-Haushalts

Es gibt verschiedene Ursachen für eine Azidose oder Alkalose. Eine Übersäuerung steht oft im Zusammenhang mit Nikotin- und Alkoholkonsum, der Einnahme von Medikamenten oder längerem Fasten. Auch Erkrankungen, die die Produktion der Magensäure erhöhen und die Magenschleimhaut reizen, führen dazu, dass der Körper übersäuert. Zu den Symptomen eines übersäuerten Magens zählen Ermüdungserscheinungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden oder Hautprobleme. Eine länger andauernde Übersäuerung ist auf Erkrankungen (z. B. durch Diabetes) zurückzuführen und muss von einem Arzt behandelt werden.

Durch Stress, zu viel bzw. intensivem Sport und eine einseitige Ernährung kann es aber auch zu kurzzeitigen Verschiebungen des körpereigenen Haushalts von Säuren und Basen kommen. Ein gesunder Körper kann solche Verschiebungen durch diese Strategien sehr gut selbst regulieren: 

  • Puffersysteme im Blut
  • Umbauprozesse in der Leber
  • Ausscheidung über den Harn

Unser Fazit Fazit

Eine basische Ernährung beugt einer Übersäuerung und Symptomen wie Müdigkeit und Gelenkbeschwerden vor. Greife daher öfter zu Obst und Gemüse und unterstütze so ganz einfach deinen Säure-Basen-Haushalt und Stoffwechsel.
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