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Stress abbauen durch Waldbaden

14.04.2021 |

Waldbaden eignet sich optimal zum Stressabbau in der Natur. Wir zeigen dir, wie du einen Waldspaziergang und die Waldatmosphäre zur effektiven Entspannung, Erholung und Regeneration nutzen kannst!

Wer beim Waldbaden an eine kühle Erfrischung in einem moosumrandeten Waldteich denkt, liegt falsch. Du brauchst weder Badeanzug noch Badehose, um ein Waldbad nehmen zu können. Vielmehr geht es bei dieser hilfreichen Methode des Stressabbaus um das „richtige“, bewusste und gerne auch achtsame Spazieren im Wald und um den damit verbundenen Zustand tiefer Entspannung und innerer Ruhe.

Waldbaden wissenschaftlich belegt

Shinrin Yoku – wie Waldbaden in seiner japanischen Heimat heißt – wird dortzulande offiziell als Stress-Management-Methode anerkannt, gefördert und erforscht. Der japanische Professor Qing Li hat das Phänomen Waldbad in mehreren Studien untersucht. Das Ergebnis: Bereits ein kurzer, entspannter Spaziergang im Grünen sorgt für mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Auch in unseren Breiten rückt Waldbaden und seine Wirkung immer mehr in den Forschungsfokus.

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes liegt vor allem an der Kraft der Terpene, die von den Bäumen ausgedünstet werden. Diese Pflanzenstoffe wirken sehr positiv auf das menschliche Immunsystem. Außerdem kann die ruhige Atmosphäre im Wald hilfreich dabei sein, über persönliche Probleme zu reflektieren und negative Gedanken und Gefühle loszulassen. Auch das wirkt positiv auf die Gesundheit!

3 Vorteile des Waldbadens

  • Immunboost: Ein einziger Tag im Wald reicht, um die Anzahl und Aktivität natürlicher Killerzellen – eine spezielle Art der weißen Blutkörperchen – im Blut zu erhöhen. Diese Immunzellen sind wichtig für die Abwehr von Bakterien und Viren, aber auch Krebszellen.
  • Herz-Kreislauf-Stärkung: Waldbaden senkt den Blutdruck und Puls und sorgt für eine Vergrößerung der Herzratenvariabilität (HRV). Eine hohe HRV ist ein Zeichen eines gesunden, entspannten Herzens.
  • Anti-Stress-Praktik: Die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin sinken nach einem Aufenthalt im Wald. Zudem wird der Ruhenerv Parasympathikus aktiviert. So führt das Waldbaden zu mehr Entspannung und weniger Stress.

Waldbaden für Einsteiger – so geht’s

  1. Nimm dir für dein Waldbad mindestens eine, besser noch zwei Stunden Zeit. Optimal ist jedoch ein ausgedehnter Waldspaziergang von vier Stunden.
  2. Achte während des Waldspaziergangs auf ausreichend Momente zum Entspannen. Setze dich auf einen Baumstumpf und atme die frische Waldluft ganz bewusst und tief ein. Mit jedem Atemzug findest du mehr innere Ruhe.
  3. Genieße das satte Grün und die Vielfalt an Blättern, Sträuchern und Gewächsen im Wald. Entdecke Details wie kleine Knospen, Blüten und Tierspuren oder lausche den zwitschernden Vögeln. Das stärkt deine Achtsamkeit und bringt Kraft.
  4. Kleide dich dem Wetter entsprechend, sodass du dein Waldbad nicht aufgrund von Kälte oder Hitze unterbrechen musst. Bedenke: Der Wald spendet Schatten. Daher ist es im Wald auch immer etwas kühler.
  5. Für längeres Waldbaden lohnt es sich, Trinkwasser und einen kleinen Snack dabeizuhaben.

Unser Fazit Fazit

Achtsame Waldspaziergänge sind verbunden mit Entspannungs- und Atemübungen die Grundpfeiler des Waldbadens. Nutze die Kraft des Waldes für deine körperliche und mentale Regeneration!
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