Team-Konflikte sportlich lösen

08.11.2017 |

Teams müssen gut funktionieren, um erfolgreich zu sein – egal ob im Sport oder im Business. Wie typische Konflikte entschärft und effektive Lösungswege geschaffen werden, verrät der erfahrene Wiener Sportpsychologe und Mentaltrainer Alex Pfeifer.

Der Trainer von Sportteams nimmt bei der Konfliktprävention eine zentrale Rolle ein – so wie die Führungskraft in Unternehmen. Besonders relevant dabei ist das frühzeitige Erkennen des Konfliktpotentials. Denn wer früh genug reagiert, kann Konfliktsituationen entschärfen, noch bevor sie eskalieren.

Darauf kommt es an:

Konkurrenzdenken vermeiden

Konflikte entstehen häufig, wenn sich jemand im Team benachteiligt fühlt. „Beim Fußball bedeutet das zum Beispiel, dass bei einem größeren Kader von 20 Spielern oder mehr eben immer nur elf auf das Feld können“, schildert Sportpsychologe und Mentaltrainer Alex Pfeifer. Natürlich sind sich Sportler bewusst, dass Konkurrenz Teil ihrer Karriere ist und nicht jeder immer im Mittelpunkt stehen kann. Wichtig ist es, anderen Erfolge zu gönnen um gemeinsam stark zu sein! Um Konkurrenz-Konflikten vorzubeugen, sollten Trainer jedem „Player“ bestmögliche Rückmeldung über seine individuelle Leistung geben. Diese „Feedback“ Kultur sollte auch von Führungskräften im Berufsalltag genutzt werden, um Konflikten im Team vorzubeugen. Dazu rät der Experte regelmäßig Mitarbeitergespräche zu führen und konstruktives Feedback ans Team und die einzelnen Teammitglieder zu geben.

Mehr Klarheit schaffen

Mangelnde oder missverständliche Kommunikation birgt ebenso großes Konfliktpotential. Hier können klare Regeln für die Kommunikation sowie für Abläufe und Strukturen hilfreich sein. „Je klarer Aufgaben, Rollen und Ziele kommuniziert werden, desto unwahrscheinlicher sind zwischenmenschliche Probleme“, betont Sportpsychologe Alex Pfeifer. Das gilt natürlich nicht nur für Sportteams, sondern hilft auch in Unternehmen Konflikten vorzubeugen. Der Experte empfiehlt darauf zu achten, dass alle relevanten Teammitglieder über die wichtigen Entscheidungen und Schritte informiert werden – entweder per Email oder noch besser durch persönlichen Austausch. Aktives Zuhören hilft, die Positionen aller Beteiligten besser zu verstehen“, so der Rat des Psychologen.

Misserfolge & Motivation

Wenn eine Mannschaft immer wieder verliert, kann das auf die Stimmung drücken und das Team demotivieren. Doch aus Misserfolgen lässt sich sehr viel lernen! Alex Pfeifer empfiehlt in solchen Situationen den Fokus auf die Ziele zu legen und rät Spielern an sich selbst zu arbeiten: „Was kann jeder Spieler dafür tun, um sich selbst körperlich und mental zu verbessern? Was muss die Mannschaft taktisch und technisch ändern? Das sind wichtige Fragen, die das Team weiterbringen können.“ Für Führungskräfte in Unternehmen gilt Ähnliches: Negativspiralen können vor allem durch Aktionen, die Motivation geben, gestoppt werden. Wichtig ist es, dem Team bewusst zu machen, dass es zusammen schon viel geschafft hat und das auch manchmal zu Beginn noch unmöglich scheinendes gelingen kann!

Gruppendynamische Konflikte entschärfen

Innerhalb eines Teams bilden sich häufig Untergruppen. Grundsätzlich ist das nichts Schlechtes. Zum Problem werden solche Gruppierungen nur dann, wenn die Leistungsfähigkeit des Teams beeinflusst wird. „Wenn ein Trainer negative Gruppendynamiken beobachtet, ist es seine Aufgabe, diese anzusprechen. Entweder mit der ganzen Mannschaft oder mit den einzelnen Beteiligten“, empfiehlt der Experte. Um gruppendynamische Konflikte in Unternehmen zu lösen, kann das Hinzuziehen eines externen Coach hilfreich sein.

Emotionale Stärke fördern

Profisportler kommen nur dann weiter, wenn sie auch emotional stark sind. Zu viel an negativer Emotion im Team, kann die ganze Mannschaft schädigen. Daher ist dem Sportpsychologen zufolge Emotionskontrolle eine wichtige Fähigkeit, die jeder Spieler durch mentales Training früh erlernen muss. „Wenn störende Emotionen wie Ärger oder Wut aufkommen, ist es wichtig, möglichst schnell wieder zu sich selbst zurück zu finden“, betont Alex Pfeifer und rät: „Entspannungstechniken und mentales Training helfen dabei.“ Und genau diese Techniken können auch für Teams in Unternehmen hilfreich sein. Führungskräfte sollten dem Experten zufolge das Bewusstsein für effektive Konfliktlösungsstrategien bei ihren Mitarbeitern schärfen. Jeder Mitarbeiter sollte wissen, wie wichtig aktives Selbstmanagement und mentale Gesundheit ist.

Das vielfältige go4health Framework hilft dabei optimal: Mit dem go4health Business Angebot haben Unternehmen die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern effektive Übungen zum Stressmanagement, zur Entspannung und für mentale Gesundheit anzubieten! Zudem informieren wir in unserem kostenlosen Konfliktratgeber über die Grundlagen der Konfliktlösung. Mit dem go4health Konfliktleitfaden kann sich jeder Teamplayer selbst coachen, und dabei die persönliche Konfliktlösungskompetenz steigern.

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