Zu viel Zucker – die versteckte Gefahr

Zucker versteckt sich in sehr vielen geliebten und gewohnten Nahrungsmitteln. Wie groß die Mengen tatsächlich sind, ist uns oft nicht bewusst. Welche Folgen zu viel Zucker hat und was sich alternativ eignet, liest du hier.

So entlarvst du versteckten Zucker

Wusstest du, dass es insgesamt 70 Fachbegriffe für die unterschiedlichen Zuckerarten gibt, unter denen sich der Süßmacher in Zutatenverzeichnissen versteckt? Alle Zutaten, die wie GlukoseLaktose oder Maltose auf „-ose“ enden, sind Zuckerarten. Auch Zutaten mit der Bezeichnung „Sirup“, wie Glukose- oder Fruktosesirup, deuten auf Zuckerhaltiges hin.

Zum süßen Geschmack tragen auch MagermilchpulverSüßmolkenpulverMalzextrakt oder Dextrose bei. Nahrungsmittel, in denen wir Zucker meist nicht vermuten, sind vor allem fertig gemischte MüslisSoßenDressings, aber auch viele Fertiggerichte aus dem Supermarkt.

Wie viel darf’s sein?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, täglich maximal 5 bis 10 Teelöffel zugesetzten Zucker zu konsumieren, um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren. Das sind bei einem durchschnittlichen Erwachsenen 25-50 Gramm Zucker pro Tag.

Zu viel Zucker

Zuckerhaltige, verarbeitete Lebensmittel suggerieren dem Körper ein Sättigungsgefühl. Dieses hält jedoch nur sehr kurz an. Zu viel Zucker macht regelrecht unersättlich. Dein Körper verlangt mehr von dem „süßen Gift“ und Blutzuckerschwankungen sowie Heißhungerattacken sind vorprogrammiert.

Info: Die Gefahr an zu hohen Blutzuckerwerten ist, dass man sehr lange Zeit nichts davon bemerkt. Jahre später kommt es dann zu Schmerzen und anderen Gesundheitsproblemen.

Willst du noch mehr darüber erfahren, wie schädlich Zucker sein kann? Dann lade dir gleich unseren kostenlosen und informativen Zucker-Ratgeber herunter.

Zucker bei Diabetes mellitus

Gerade Diabetiker sollten ihren Zuckerkonsum deutlich reduzieren. Zucker ist für Diabetiker zwar nicht völlig tabu, jedoch sollten sie ihn nur in Maßen und mit Vorsicht konsumieren. Außerdem ist es für Diabetiker besonders wichtig, den Kaloriengehalt im Auge zu behalten sowie ihre Insulindosis an die in Süßigkeiten vorhandenen Kohlenhydrate anzupassen. Insgesamt sollten 50 Gramm Zucker am Tag – inklusive dem versteckten Zucker in Obst und Keksen – nicht überschritten werden. Statt zu Haushaltszucker sollten Diabetiker alternativ zu GalaktoseIsomaltulose oder Birkenzucker greifen. Diese lassen den Blutzuckerspiegel wesentlich weniger ansteigen.

Zuckeralternativen

Beim Backen kannst du anstelle von zugesetztem Zucker auch reife Bananen, Apfelmus oder dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil (ab 70 %) verwenden. In Maßen eignet sich auch der zahnfreundliche Birkenzucker Xylit, Ahornsirup oder Agavendicksaft.

Diese go4health Desserts sind eine gesunde Verführung:


Unser Fazit

Weniger Zucker kann auch köstlich sein! Wenn du deinen Zuckerkonsum Schritt für Schritt reduzierst, gewöhnen sich dein Geschmackssinn und dein Körper leichter daran.
Hinweis: Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Kerstin Fink, Ärztin für Allgemeinmedizin in Wien.

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