Die Folgen von zu wenig Schlaf

18. März 2018
Die Folgen von zu wenig Schlaf

Was Schlafmangel für die Gesundheit bedeutet, wird oft unterschätzt. Hier sind die häufigsten Folgen von zu wenig Schlaf. 

„Am Tag altert der Mensch, nachts verjüngt er sich“, sagt ein Sprichwort. Und das ist ein Fakt: Der Körper kann sich nur im Schlaf – genau genommen während der Tiefschlafphasen – vollständig regenerieren und erholen. Fallen diese Erholungsphasen zu kurz aus, kann sich das in unterschiedlicher Weise auf das Wohlbefinden und auf die Gesundheit niederschlagen:

Folgen von zu wenig Schlaf:

1. Zu wenig Schlaf hebt den Blutzuckerwert

Mehrere Studien der University of Chicago befassen sich mit dem Zusammenhang von Diabetes und Schlaf. In einer dieser Erhebungen wurden die Schlafgewohnheiten von Frauen untersucht, die an Altersdiabetes litten. Das Ergebnis: Teilnehmer mit zu wenig Schlaf konnten ihren Blutzuckerspiegel auf Dauer nicht konstant halten. Schon ein Schlafmangel von drei Stunden in einer Woche ließ den Blutzuckerwert um 1,1 Punkte nach oben klettern! Auch das Risiko, überhaupt an Diabetes zu erkranken, steigt durch schlechten Schlaf.

2. Zu wenig Schlaf hemmt die Reaktionsfähigkeit

Schlecht geschlafen? Dann solltest du nicht Auto fahren. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Reaktionsgeschwindigkeit von Autofahrern, die zu kurz oder schlecht geschlafen hatten, vergleichbar ist mit jenem, der einen Alkoholwert von 1,0 Promille im Blut aufweist. Entscheidend ist dabei die Schlafqualität, die nicht nur durch ausreichenden, sondern auch durch erholsamen Schlaf erreicht wird.

3. Zu wenig Schlaf fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bluthochdruck, Arteriosklerose, Schlaganfall oder Herzinfarkt: Die Wahrscheinlichkeit, eine schwerwiegende Krankheit des Herz-Kreislauf-Systems zu entwickeln, erhöht sich durch Schlafmangel. Sogar das Krebsrisiko, insbesondere für Darm- und Brustkrebs, soll aufgrund von zu wenig Schlaf steigen.

4. Zu wenig Schlaf fördert das Risiko für psychische Erkrankungen

Strapazierte Nerven zählen ebenfalls zu den Folgen von zu wenig Schlaf. Je mehr wir an Schlafmangel leiden, desto tiefer fällt die psychische Belastungsgrenze. Man ist schneller gereizt, lustlos, überfordert und deprimiert. Auf Dauer kann schlechter Schlaf sogar psychische Erkrankungen verursachen. Das fand eine US-Studie der Universität Berkeley heraus.

5. Zu wenig Schlaf kann Alzheimer und Demenz verursachen

Wenig Schlaf über Tage senkt die Leistung des Gehirns und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Neurologen warnen, dass zu wenig Schlaf langfristig Demenz und Alzheimer auslösen kann. Verantwortlich dafür sind bestimmte Proteine, die während des Gehirnstoffwechsels entstehen und nur im Schlaf abgebaut werden können. Werden diese nicht verwertet, entstehen sogenannte Plaques, die als Hauptauslöser für Demenz und Alzheimer gelten.

6. Zu wenig Schlaf senkt die Abwehrkräfte

Eine Studie der University of San Francisco untersuchte, wie das Immunsystem bei Schlafmangel während einer Woche auf Erkältungsviren reagiert. Dabei zeigte sich deutlich: Wer pro Nacht sechs Stunden oder weniger schlief, erkältete sich mehr als viermal so häufig wie die Vergleichsgruppe. Andere Parameter, wie etwa Stresslevel oder das Alter, spielten dabei keine Rolle!

7. Zu wenig Schlaf fördert Heißhunger und Übergewicht

Wer zu wenig oder unregelmäßig schläft, bringt Enzyme, Hormone und Botenstoffe im Körper aus dem Takt. Diese sind eben unter anderem für die Verdauung und das Hungergefühl zuständig. Bei Testpersonen, die nur vier Stunden jede Nacht schliefen, schütten die Zellen weniger von dem Appetitzügler Leptin und weniger Insulin aus. Dafür wurde mehr von dem Hormon Ghrelin freigesetzt, das den Appetit anregt. Die Unausgeschlafenen fühlen sich praktisch ständig hungrig. Zugleich werden mehr Nährstoffe aus dem Essen als Reserve gespeichert, der Stoffwechsel verlangsamt sich. Ein langsamer Stoffwechsel sorgt im Körper dafür, dass das Stresshormon Cortisol vermehrt freigesetzt wird. Dadurch steigt der Appetit auf Fettes und Süßes, und die normale Fettverbrennung wird gestört. Cortisol sorgt dafür, dass Kalorien aus Kohlenhydraten und der Muskelmasse anstatt aus dem eingelagerten Fettgewebe verbrannt werden.

Tipp: Achte deiner Gesundheit zuliebe auf die Länge und die Qualität deines Schlafs. Im go4health Schlafratgeber findest du weiters wertvolle Infos, wie deine Nachtruhe wirklich erholsam wird! Nutze außerdem unsere Ernährungstipps für einen gesunden Schlaf!

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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