Entspannungs­techniken 1: Meditieren

30. Januar 2017
Entspannungs­techniken 1: Meditieren

Meditation ist nur etwas für Yogis? Man erlernt es erst nach Jahren? Alles Hokus-Pokus? Stimmt nicht, sagen die go4health Experten und zeigen dir im ersten Teil der Entspannungstechniken-Serie, was es mit Meditation auf sich hat und welche Vorteile diese Technik für dich hat. 

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen Meditation fest mit Buddhismus verbunden war. Heutzutage machen sich Studenten, Hausfrauen und Manager gleichermaßen zu Nutzen, was seit Jahrtausenden zu Gelassenheit und Gesundheit führt. Gewachsen aus den Traditionen des Buddhismus und heute weltweit angewandt, gilt Meditation als eine wichtige Entspannungs- und Achtsamkeitsübung.

Die „Rechnung“

Wieso solltest auch du dich mit Meditation befassen? Ganz einfach, es lohnt sich!

Studien haben vielfach gezeigt, dass meditierende Menschen entspannter sind, bessere Stimmung haben, höhere Konzentration aufweisen und aufmerksamer in der Wahrnehmung sind. Mindestens acht verschiedene Hirnregionen werden positiv beeinflusst. Die zwei wichtigsten, besonders für Berufstätige: der anteriore singuläre Cortex und der Hippocampus. Die erste Region ist für unsere Selbstregulation zuständig. Mit ihrer Hilfe steuerst du deine Aufmerksamkeit, bist kreativ was Problemlösung angeht, bist konzentriert und lernst aus Erfahrungen. Der Hippocampus ist für unsere Emotionen und unser Gedächtnis zuständig. Stress schädigt dieses Areal. Die Resilienz nimmt ab. Dabei benötigen wir diese im stressigen (Arbeits-) Alltag besonders. Meditierende schnitten bei Untersuchung dieser beiden Regionen besonders positiv ab.

Das „Ziel“

Ziel des Meditierens ist es, geistig und körperlich zur Ruhe zu kommen. Sich von Gedankenspiralen zu befreien und einfach nur im Moment zu sein. Geübte kommen in einen sogenannten Flow-Zustand. Ein Empfinden der Gelöstheit und Gelassenheit, in der alles wie von alleine von der Hand zu gehen scheint.

Die „Praxis“

Was spricht da noch dagegen, diese Entspannungstechnik anzuwenden und zu erlernen? So wie überall gilt: Übung macht den Meister. Je öfter du meditierst, desto leichter wird es dir fallen und desto rascher und nachhaltiger wirst du dich entspannen können.

Finde eine bequeme Position in einem Raum, wo du ungestört bist. Schließe die Augen. Konzentriere dich auf deinen Atem. Beobachte, wie er sich in deinem Körper ausbreitet. Lass ihn durch dich hindurch fließen. Fokussiere deine gesamte Aufmerksamkeit darauf. Wenn andere Gedanken aufkommen, lass sie unbewertet vorbeiziehen. Falls du abgelenkt werden solltest, bewerte auch das nicht, sondern kehre zu deinem Atem zurück. Spüre die angenehme Ruhe und Gelassenheit die aufkommt. Verbleibe in diesem angenehmen Zustand für einige Minuten. Beginne danach dich wieder langsam zu bewegen und kehre in den (Arbeits-) Alltag zurück.

In den nächsten Teilen unserer Serie informieren wir dich über weitere Entspannungstechniken. Bleib dran!

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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