Entspannungs­techniken 5: Achtsamkeit

20. März 2017
Entspannungs­techniken 5: Achtsamkeit

Im fünften Teil der go4health Entspannungstechniken-Serie widmen wir uns dem Thema Achtsamkeit und der „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR). Stress reduzieren klingt wie ein Traum. Wie es funktioniert, haben die go4health Experten zusammengefasst. 

Jon Kabat-Zinn, emeritierter Professor an der University of Massachusetts, entwickelte bereits in den 70er Jahren diese Methode. Ursprünglich leitet sich diese Methode aus der buddhistischen Meditationstradition ab und wurde speziell an die westliche Welt angepasst. Frei von religiösen Ansätzen. Was anfänglich Schmerzpatienten und Schwerkranken diente, steht nun einer breiteren Allgemeinheit zur Verfügung und hilft bei der Bewältigung von Stress, aber auch Angst. Meditative Übungen in Ruhe und Bewegung verbreiten zunehmend eine innere Ruhe und vertiefen das eigene Körperempfinden.

Achtsamkeit ist Akzeptanz

Grundgedanke der Achtsamkeit ist es, bewusst im Hier und Jetzt zu sein, ohne zu werten. Die permanente Wertung – die wir oft unbewusst durchführen –  fällt weg und damit auch Widerstände, die sonst im gesamten Körper, im Immun- oder Nervensystem zu Anspannung und Abwehr führen. Denn wie und ob wir werten, hat erhebliche Auswirkungen auf uns. Eine Veränderung unserer eigenen Reaktionen, also eine wertfreie Wahrnehmung von Ereignissen, Gefühlen, etc., ist ein erster Schritt in Richtung Stressmanagement und Achtsamkeit. Du selbst hast es in der Hand und steuerst, ob ein Ereignis, ein Vorfall, negative Effekte für dich hat oder nicht.

Ziel dieser relativ leicht zu erlernenden Meditationsform ist es, weniger Stress zu empfinden und somit die eigene Lebensqualität zu erhöhen. Durch das Üben in „Trainingssituationen“ kommt es zu einer Übertragung in den Alltag. Das wiederum wirkt positiv auf Körper und Geist.

Wem hilft’s?

Experten finden, dass MBSR für alle bereichernd ist. Gesunde betreiben damit Vorsorge. Kranke können Schmerzen, Angst, Depressionen, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen, Panikattacken, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen und Migräne reduzieren. Das Stresslevel sinkt jedenfalls bei allen. Gelassenheit, Entspannungsfähigkeit und Konzentration steigen. Selbst dein Immunsystem wird gestärkt.

Erster Schritt

Zuerst ist MBSR eine zu erlernende Technik. In weiterer Folge eine Lebenseinstellung. Hier ist ein erster go4health Impuls:

Begib dich in eine gemütliche Position. Konzentriere dich auf deinen Atem. Schließe die Augen. Nimm dich und deine Umgebung mit all deinen Sinnen wahr, so wie es ist. Verweile nicht in einem Gedanken und konzentriere dich nicht auf wertende Emotionen. Beobachte wertfrei. Wie gestaltet sich der jeweilige Augenblick? Betrachte ihn wohlwollend. Übe dich in Akzeptanz.

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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