Faszien Food: Geschmeidig essen

18. Oktober 2017
Faszien Food: Geschmeidig essen

Faszien sind ein Teil des Bindegewebes und umhüllen jedes Organ, jeden Muskel und jede Sehne. Ohne Faszien hätten unsere Organe im Körper keinen fixen Platz und keinen Schutz vor Verletzungen. Dieses Netz kann aber bei Stress und Fehlernährung verkleben und verhärten. Daher ist es besonders wichtig, die Faszien richtig zu füttern. go4health gibt dir Tipps, welche Lebensmittel deine Faszien geschmeidig halten und dein Bindegewebe kräftigen. 

Faszien durchziehen den ganzen Körper und stützen das Skelett, Muskeln, Bänder und Sehnen. Die Muskelhaut besteht aus Kollagen, das mit zunehmenden Alter nicht mehr ausreichend selbst hergestellt wird. Damit der Körper weiterhin Kollagene produzieren kann, müssen die richtigen Nährstoffe über die Nahrung zugeführt werden. Für gesunde Faszien spielen vor allem Proteine (Eiweiß), Kohlenhydrate, Fette, Wasser und Mikronährstoffe wie Vitamin C, Vitamin B6 und Silizium eine große Rolle.

PROTEINE für eine starke Struktur

Proteine (Eiweiße) zählen zu den Hauptbestandteilen der Faszien und sind aus Aminosäuren aufgebaut. Für die Faszien sind vor allem die Aminosäuren L-Prolin, L-Arginin und L-Lysin relevant. L-Lysin ist besonders wichtig für die Faszienstabilität, kann aber vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Daher muss diese Aminosäure mit der Nahrung durch L-Lysin-reiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Pilze, Nüsse, Erbsen oder Buchweizen zugeführt werden. Für eine schnelle Regeneration und starke Muskeln sorgt L-Arginin. Plane öfter argininreiche Lebensmittel wie Fleisch, Kürbiskerne, Pinienkerne, Walnüsse, Erbsen, Reis und Buchweizen in deine Mahlzeiten ein. L-Prolin sorgt hingegen für die Bildung von Bindegewebe, Kollagen und Knochen. Prolin ist vor allem in tierischen Lebensmitten wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern enthalten. Gut zu wissen: Die beiden Käsesorten Emmentaler und Edamer sind besonders prolinreich. Veganer können stattdessen zu Hülsenfrüchten wie Sojabohnen, Limabohnen und Linsen oder zu Hirse, Hafer und Erdnüssen greifen.

Unser Tipp: Kombiniere die beiden Aminosäuren L-Prolin und L-Lysin mit Vitamin C und du erreichst eine bessere Kollagenbildung. Das gelingt dir mit unserer go4health-Super-Bowl mit Amaranth, Walnüssen und Paprika!

KOHLENHYDRATE für mehr Stabilität

Kohlenhydrate werden benötigt, um die Grundstruktur der Faszien zu bilden. Bevorzuge deinen Faszien zuliebe langkettige komplexe Kohlenhydrate wie Quinoa, Hirse, Naturreis und Vollkornprodukte, da kurzkettige Kohlenhydrate zu einem spröden und brüchigen Fasziennetz führen können. Verzichte möglichst auf weißen Zucker und Zuckerersatzstoffe.

FETTE für weniger Entzündungen

Die ungesättigten Omega-9 und Omega-3 Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil einer faszienfreundlichen Ernährung. Sie sind entzündungshemmend, fördern die Faszienstruktur und erhöhen die Kollagenproduktion. Omega-9 steckt in Oliven-, Raps- und Erdnussöl sowie in Nüssen, Samen und Avocados. Die essentielle Omega-3-Fettsäure kommt vor allem in Lein- und Hanföl, Algen und fettem Fisch vor. Die faszienfreundlichen Fettsäuren integrierst du ganz einfach: Tausche Salat-Dressings gegen eine Marinade aus Leinöl und frischen Gewürzen. Genieße dazu Lachs mit einem Avocado Dip.

MIKRONÄHRSTOFFE für eine optimale Versorgung

Die Mineralstoffe Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium neutralisieren saure Stoffwechselprodukte und sind an der Regulation des Wasser-Elektrolyt-Haushalts beteiligt. Sie wirken dem Verkleben der Faszien entgegen und unterstützen die Kollagen-Produktion. Bevorzuge daher calciumreiche Lebensmittel wie Spinat, Grünkohl und Nüsse. Gute Kaliumquellen sind Trockenobst, Bananen, Melonen, Kartoffeln, Linsen und Fenchel. Getreideprodukte, grüne Gemüsesorten und Hülsenfrüchte liefern dir wertvolles Magnesium.

Das Allroundgenie Vitamin C wird bei der Kollagen-Synthese benötigt und unterstützt die Vernetzung kollagener Fasern in Faszien. Gerade nach intensiven Trainingseinheiten solltest du Vitamin C-reiche Früchte und Gemüsesorten zu dir nehmen. Das Immunvitamin greift bei Reparaturprozessen nach Verletzungen ein und trägt somit zu einer schnelleren Regeneration bei. Bevorzuge frische Obstsorten wie Orange, Zitronen, Grapefruit oder Kiwi und saisonales Gemüse wie Petersilie, gelbe Paprika und Kartoffeln. Verzehre die Vitamin C-Quellen am besten frisch und roh, da Vitamin C nicht hitzebeständig ist. Neben Vitamin C können auch die B-Vitamine einiges für deine Faszien tun. Vitamin B6 beispielsweise unterstützt den Eiweißstoffwechsel im myofaszialen Gewebe. Gemeinsam mit anderen B-Vitaminen fördert es die Regeneration und das Nervensystem. Vitamin B6 steckt in Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten, grünem Gemüse, Bananen, Kartoffeln und Nüssen. Um das Fasziengewebe fester und zugleich elastischer zu gestalten, sollte außerdem Silizium den Speiseplan bereichern. Das Spurenelement ist auch als Kieselsäure bekannt und sorgt für die Bildung von Kollagen und Elastin. Gute Siliziumquellen sind Hafer, Hirse, Spinat, Petersilie und Süßkartoffeln. Tipp: Mache eine Kur mit Ackerschachtelhalm-Tee. Dieses heimische Kraut ist besonders reich an Kieselsäure.

Grundsätzlich gilt: Mit einer abwechslungsreichen gesunden Ernährung stärkst du die Verbindungen deiner einzelnen Träger in deinem Körper und erhöhst dein Wohlbefinden!

 

Veröffentlicht in: Ernährung
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