Faszien-Rollen: Der kleine Unterschied

5. Oktober 2017
Faszien-Rollen: Der kleine Unterschied

Faszienrollen gibt es in verschiedensten Ausführungen, Größen, Farben, Materialien und Härtegraden. Weche Rolle die richtige ist, klären wir in diesem Beitrag.

Faszienrollen sind grundsätzlich aus Kunstoff hergestellt und daher sehr stabil, aber auch leichtgewichtig und gut zu reinigen. Bei der Materialwahl sollte auf hohe Qualität und Hautfreundlichkeit geachtet werden, da beim Faszien-Training auch sensible Hautpartien berührt werden. Bei der Wahl der Rolle ist vor allem der Härtegrad ausschlaggebend. Während geübte Sportler zu härteren Rollen greifen können, ist für Anfänger oder Schmerzempfindliche eine weichere Rolle besser geeignet.

Klassische Faszien-Rolle

Die klassische Faszien-Rolle stammt eigentlich aus dem Gebiet der Physiotherapie. Aufgrund der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten hat diese Massage-Rolle aber schnell Einzug im Sport- und Fitnessbereich gefunden. Das zylinderförmige Massage Tool ist in der klassischen Variante bis zu 45 cm lang und zeichnet sich durch eine glatte Oberfläche aus. Häufig wird der Markenname Black Roll als Synonym für die klassische Rolle verwendet. Der Härtegrad der Rolle kann je nach Bedarf variiert werden. Weichere Modelle eignen sich für den Einstieg in das Faszien-Training. Härtere Rollen sind am Zusatz „pro“ zu erkennen und stimulieren die Faszien intensiver. Da sich das Bindegewebe an das Training mit der Rolle gewöhnt, lohnt es sich nach längerem Einsatz auf härtere Rollen umzusteigen. Für besonders sensible Stellen sollte allerdings immer eine weichere Rolle genutzt werden.

Triggerpoint Rolle

Neben der klassischen glatten Rolle gibt es mittlerweile auch Varianten mit strukturierten Oberflächen. Noppen, Rillen und abgerundete Spitzen gehen tiefer ins Gewebe und können die Durchblutung stärker anregen. Zudem kann mit diesen Rollen gezielter gearbeitet werden. Besonders verknotete Stellen – sogenannte Triggerpoints – werden mit der strukturierten Oberfläche besser erreicht. Anfänger und schmerzempfindliche Personen sollten allerdings zu Beginn die Finger – oder besser gesagt – die Faszien von stark strukturierten Rollen lassen.

Mini-Faszienrolle

Wer viel unterwegs ist und gerne mit leichtem Gepäck reist, sollte zur Mini-Faszienrolle greifen. Sie ist die kleine Schwester der klassischen Blackroll und aufgrund ihrer reduzierten Größe der optimale Reisebegleiter. Mit einem Durchmesser von etwa 5 cm passt das kleine Massage-Tool sogar ins Handgepäck. Die Mini-Faszienrolle eignet sich besonders gut um Arme oder Füße zu lockern. Tipp: Auf Langstreckenflügen macht eine kleine Rolleinheit müde Beine fit!

Faszienball

Faszienbälle sind in unterschiedlichen Größen, Härtegraden sowie mit und ohne Noppen erhältlich. Die runden Massagehelfer können zum Entknoten und zur Lockerung verspannter Stellen punktuell eingesetzt werden. Besonders für die Rückenpartie und Verspannungen im Bereich der Schultern sind Faszienbälle optimal. Wer im Job viel steht, kann damit auch seine Fußreflexzonen stimulieren. Dazu wird der Ball am Boden unter der Fußsohle platziert und von vorne nach hinten gerollt. Nach dem selben Prinzip können die Unterarme massiert werden.

Twin Ball

Der Twin Ball oder auch Duoball genannt, ist vor allem für Leute geeignet, die ihrem Rücken etwas Gutes tun wollen. Dazu wird das birnenförmige Utensil zwischen Rücken und Wand geklemmt. Durch sanftes Auf- und Abrollen können die Muskelstränge neben der Wirbelsäule massiert werden. Dank einer Einkerbung in der Mitte des Twin Ball wird die Wirbelsäule während der Behandlung geschont. Diese Selbstmassage eignet sich hervorragend um die Rückenstrecker nach längerem Sitzen zu lockern. Neben dem Rücken können auch Waden, Fußsohlen und das Gesäß mit dem Twin Ball massiert und entspannt werden.

Rolle oder Set?

Faszien-Rollen sind zwischen 20 und 40 Euro erhältlich. Um mehr Flexibilität im Faszien-Training zu haben, lohnt es sich in ein ganzes Faszien-Set zu investieren. Diese beinhalten alle wichtigen Faszien-Tools in verschiedenen Härtegraden. Entspannten Faszien steht dann nichts mehr im Weg!

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Veröffentlicht in: Bewegung
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