Fisolenzeit

7. Oktober 2016
Fisolenzeit

Fisolen werden von Juni bis Oktober geerntet und gelangen so gerade in dieser Zeit auf den Markt. Frische Fisolen erkennst du an ihrer satten grünen Farbe und an einer festen, knackigen Hülle. Sie passen perfekt zu Suppen, in einen herzhaften Eintopf oder als Beilage zu Fleisch oder Fisch. Aber auch als Salat macht das kalorienarme, schlanke Gemüse eine gute Figur. Wie wäre es mit einem knackigen Fisolen-Sesam-Salat? 

In der langen Hülsenfrucht steckt reichlich Magnesium, Kalzium, Mangan und Kalium. Diese Nährstoffe sind besonders wichtig sowohl für das Wachstum und die Festigung der Knochen als auch für die Muskelfunktion und die Gedächtnisleistung.

Haltbarkeit und Lagerung

Fisolen welken rasch, werden leicht fleckig und beginnen schnell zu faulen. Achte daher darauf, dass du sie nicht zu eng und zu feucht lagerst. Am besten gibst du sie trocken und locker in eine verschließbare Dose oder in einem Sack ins Gemüsefach. So bleiben sie ein bis drei Tage frisch. Es sollte auch nicht zu kalt sein: unter 7°C treten bereits Kälteschäden auf. Ein Bad in kaltem Wasser kurz vor der Zubereitung kann leicht schlappe Hülsen wieder frisch machen. Fisolen lassen sich gut einfrieren, so kannst du sie zu jeder Jahreszeit genießen. Putz dazu die Fisolen, blanchiere sie, lass sie auskühlen und ab damit in die Tiefkühltruhe.

Verwendung und Zubereitung

Grüne Bohnen müssen vor dem Verzehr unbedingt gekocht werden. Das liegt daran, dass im rohen Zustand das giftige Glykoprotein Phasin in ihnen steckt. Für den menschlichen Körper ist es giftig und kann Symptome wie Übelkeit, Durchfall und Fieber auslösen. Durch den Kochprozess wird Phasin zerstört.
Vor der Verarbeitung werden Spitzen und Stängelansätze entfernt und eventuell vorhandene Fäden abgezogen. Bereits angewelkte Fisolen vor dem Putzen 15 Minuten in kaltes Wasser legen – so werden sie wieder etwas frischer. Dünste Fisolen mit möglichst wenig Wasser, das ist nährstoffschonend. Damit die grüne Bohne, wie man sie auch nennt, grün bleibt, gibst du einfach eine Messerspitze Natron (Speisesoda) in das Kochwasser. Um das Gemüse zu schmoren, kannst du die Fisolen in etwas Butter anbraten. Mit etwas Flüssigkeit wie Wasser, Suppe oder Wein aufgießen und zugedeckt fertig garen. Die Garzeit beträgt etwa 10-15 Minuten, wobei das Gemüse bissfest bleiben soll. Fisolengemüse passt zu zahlreichen Fleischmahlzeiten von Lammgerichten bis zu würzigem Wild. Sehr beliebt ist die Zubereitung als Dillfisolen. Dazu verarbeitest du die Fisolen mit gehackter Dille und Sauerrahm zu einer köstlichen vegetarischen Gemüsemahlzeit, die hervorragend zu Kartoffeln schmeckt.

Die richtige Würze gegen Blähungen

Fisolen sind für manchen nicht so gut verdaubar – eventuelle Blähungen sind ein „Nebengeräusch“ der enthaltenen Ballaststoffe. Mit reichlich Bohnenkraut, gemahlenem Kümmel, Petersilie oder etwas gemahlenen Fenchelsamen milderst du die blähende Wirkung der Hülsenfrüchte auf natürliche Art.

 

Veröffentlicht in: Ernährung
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