Magnesiummangel

10. April 2018
Magnesiummangel

Krämpfe in den Waden, ein zuckendes Augenlid oder verstärkte Müdigkeit – alles typische Anzeichen von Magnesiummangel. Warum das Mineral gerade bei Sportlern und Gestressten so oft fehlt und wie du deinen Magnesium-Speicher auftankst, erfährst du hier. 

Magnesium und seine Aufgaben

Magnesium ist der Tausendsassa unter den Mineralien. Als Co-Faktor von mehr als 300 Enzymen ist es an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. Das Power-Mineral stärkt Knochen und Zähne, macht Muskeln fit und spielt für Nerven und Psyche eine tragende Rolle. Zudem kann Magnesium Müdigkeit reduzieren und trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.

Alles Banane: Die besten Magnesiumquellen

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte ein Erwachsener täglich zwischen 300 und 400 mg Magnesium zu sich nehmen. Das Mineral ist vor allem in grünen Gemüsesorten enthalten. Auch Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse und Hülsenfrüchte sind reich an Magnesium. Fleisch, Fisch und Milch sind sehr gute tierische Quellen für den Mineralstoff. Außerdem liefern Beeren und Bananen jede Menge Magnesium. Greife auch zu kohlensäurefreien Mineralwässern, um deinen Bedarf zu decken.

Verzichten solltest du auf stark verarbeitete Lebensmittel, wie z.B. ausgemahlenes Getreide. Durch diesen Prozess und auch durch langes Kochen geht der wertvolle Mineralstoff verloren.

Aufnahmehürde ph-Wert

Eine gute Magnesiumversorgung hängt aber nicht nur von den Lebensmitteln, die wir essen und trinken, ab. Denn es kommt auch darauf an, wie gut unser Organismus den Mineralstoff aufnehmen kann.

Und dabei spielt der pH-Wert unseres Verdauungstrakts eine große Rolle. Grundsätzlich brauchen die meisten Magnesiumverbindungen ein saures Magen-Milieu, um gut gelöst und aufgenommen werden zu können. Ist dieses durch Fehlernährung, Genussmittel, Erkrankungen oder Medikamente (z.B. Protonenpumpenhemmer) gestört, kann Magnesium oftmals schlechter verwertet werden und es kommt leichter zu Magnesiummangel.

Anzeichen von Magnesiummangel

Erste Anzeichen eines Magnesiummangels zeigen sich meist durch verstärkte Müdigkeit, Nervosität oder Appetitlosigkeit. Auch Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Unruhe, Angst, Kribbeln in den Händen und Verdauungsbeschwerden (Abwechselnd Durchfall und Verstopfung) können Anzeichen eines Magnesiummangels sein.

Muskelkrämpfe können ein Anzeichen für Magnesiummangel sein.

Magnesium bei Stress und Sport

Besonders Sportler sind häufig von Magnesiummangel betroffen. Durch die körperliche Anstrengung und das Schwitzen verliert und verbraucht der Körper viel Magnesium. Das äußert sich oft durch Muskelkrämpfe, Muskelverhärtungen oder Einbußen in der Leistung durch Ermüdung.

Da das Nervenmineral Magnesium bei Stress besonders wichtig ist, sind neben Sportlern vor allem Gestresste von Magnesiummangel betroffen. Denn durch Stress wird im Körper sehr viel Magnesium verbraucht. Stress ist also ein wahrer Magnesiumräuber. Ein Teufelskreislauf, denn gerade bei mentalen Belastungen ist eine erhöhte Zufuhr sinnvoll. Denn: Durch Magnesium lässt sich die Freisetzung von Stresshormonen reduzieren.

go4health Tipp: Achte gerade in stressigen Phasen darauf, möglichst viele Magnesiumreiche Speisen zu verzehren. Lade deine Speicher schon zum Frühstück mit Beeren-Müsli auf und snacke tagsüber Muntermacher Müslikugeln. Trinke zudem Mineralwasser, das reich an Magnesium ist!

Magnesiummangel feststellen

Solltest du an den typischen Symptomen leiden und durch eine Magnesiumreiche Ernährung keine Besserung eintreten, dann sprich mit deinem Arzt. Im Vollblut lässt sich ein Magnesiummangel erkennen. Dein Arzt wird dir dann entsprechende Präparate zur zusätzlichen Ergänzung empfehlen.

 

Veröffentlicht in: Ernährung
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