Seitenstechen: Das solltest du wissen

30. August 2018
Seitenstechen: Das solltest du wissen

Verdirbt auch dir Seitenstechen den Spaß beim Laufen? Das muss nicht sein! Unsere Gesundheitsmanager zeigen dir, woher das Stechen kommen kann und wie du am besten dagegen vorgehst.

Kennst du das: Du läufst voller Motivation los, doch nach einer gewissen Zeit beginnt es – dieses ungewollte und schmerzende Stechen links oder rechts im Bauch. Deine go4health Gesundheitsmanager geben dir Tipps rund um das Thema Seitenstechen und erklären dir, was du beachten kannst, um Seitenstechen in Zukunft zu vermeiden!

Seitenstechen: Eine Nebenerscheinung vom Laufen?

Seitenstechen wird vor allem von Läufern wahrgenommen und äußert sich als stechender Schmerz an den Seiten des oberen Bauchbereichs. Aber auch beim Schwimmen und im Reitsport ist es keine Seltenheit. Wichtig zu wissen ist, dass nicht nur Anfänger, sondern auch fortgeschrittene Athleten Seitenstechen bekommen können! Zwar tritt mit steigendem Trainingsfortschritt der Schmerz unterhalb der Rippen tendenziell seltener auf, aber vorkommen kann es trotzdem.

Worin liegt die Ursache des Seitenstechens?

Woher das Seitenstechen genau kommt, ist bis heute nicht hundertprozentig geklärt. Ein Grund für Seitenstechen kann ein zu stark gefüllter Magen sein. Durch die permanenten Auf- und Abbewegungen im Bauchraum kommt es zu Überdehnungen des Bauchgewebes, die wir als Stechen wahrnehmen können. Andere Forschungstheorien gehen von kurzzeitigen Durchblutungstörungen im Bereich des Zwerchfellmuskels aus. Da die aktiven Muskeln in den Beinen oder in den Armen stärker durchblutet werden, kann es passieren, dass sich das Zwerchfell verspannt und weniger stark mit Sauerstoff versorgt wird. Das kann stechende Schmerzen im Oberbauch auslösen!

Was hilft nun gegen Seitenstechen?

1. Reduziere deine Nahrungsaufnahme unmittelbar vor dem Sport 

Um die Belastung für dein Bauchgewebe während des Sports möglichst gering zu halten, ist es wichtig, dass dein Magen nicht prall gefüllt ist. Verzichte unmittelbar vor dem Training auf saure Lebensmittel und kohlensäurehaltige Getränke.

2. Kontrollierte Atmung

Die richtige Atemtechnik lässt Seitenstechen verschwinden. Hebe deinen Brustkorb, strecke deine Arme möglichst weit in die Luft und atme richtig tief ein. Im Anschluss atmest du möglichst lange und bewusst aus. Wiederhole die tiefe Atmung mehrmals bis das Seitenstechen schwächer wird.

3. Tempo und Belastung reduzieren

Sobald das Stechen im seitlichen Bauchbereich beginnt, solltest du das Tempo und die Intensität beim Sport drosseln. Langsames Laufen bis hin zu moderatem Gehen können hier schon leichte Verbesserungen mit sich bringen.

4. Krafttraining von Bauchmuskeln und Rumpfstabilität

Du kannst deine Bauch- und Rumpfmuskeln auf sportliche Belastungen vorbereiten. Durch regelmäßiges Rumpf- und Bauchmuskeltraining gewöhnst du Muskelfasern sowie Sehnen und Bänder an anspruchsvollere Aufgaben und erhältst mehr Stabilität im Bereich der Bauchmitte.

Tipp: In deiner go4health App findest du unter anderem den Trainingsplan „Stabiler Rumpf“.

Fazit

Unterstützendes Rumpf- und Bauchmuskeltraining wirkt vorbeugend gegen Seitenstechen. Ist der Schmerz bereits da, kannst du mit der richtigen Atmung entgegenwirken.

 

Veröffentlicht in: Bewegung
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