Sport, Tanzen und Achtsamkeit

1. August 2016
Sport, Tanzen und Achtsamkeit

Tanzen ist eine Sportart, die besonders viel Achtsamkeit verlangt: Bei einer weiten Wahrnehmung wie beim Walzer verschwimmt die Umgebung zu einem Klang- und Bildteppich. Bei einer Balance auf den Zehenballen oder auf einem Bein hingegen richtest du deine ganze Aufmerksamkeit auf deine Bauchmuskeln oder die Höhe deiner Schultern. Erfahre in diesem Artikel, was Achtsamkeit im Sport für das go4health Team bedeutet.

In unseren 8 Wochen Achtsamkeit haben wir schon darüber geschrieben, wie du achtsam mit dir selbst, mit anderen oder mit Arbeitskollegen umgehst. Achtsamkeit ist jedoch insbesondere auch beim Sport sehr wichtig – das möchten wir dir heute am Beispiel Tanz illustrieren.

Musik und Tanz

Musik vermag unsere ganze Aufmerksamkeit einzunehmen. Wenn wir nach einer Choreographie tanzen oder wenn der führende Part beim Paartanz überlegen muss, welche Schritte als nächstes zu machen sind, dann bleibt kein Platz mehr für Ablenkungen. Wir hören auf die Musik, akzentuieren diese: Mal machen wir eine langsame Bewegung und atmen tief, mal sind wir ganz auf die Schrittfolge konzentriert. Ein wunderbares Mittel, die Körperwahrnehmung zu schulen!

Enge und weite Wahrnehmung beim Walzer

Hast du schon einmal so richtig Walzer getanzt? Wenn du den richtigen Rhythmus gefunden hast, scheinst du regelrecht zu fliegen. Um dich herum nimmst du einen bunten Bild- und Klangteppich wahr und spürst beinahe die eigenen Schritte nicht mehr. Deine Wahrnehmung ist ganz weit. Das Gefühl kennen auch Läufer oder Radfahrer, wenn die Natur an ihnen vorbeizieht und sie einhüllt oder die Musik über die Kopfhörer die Bewegung trägt. Bleibst du bei deinem Walzer oder deiner Radfahrt stehen, wirst du wahrscheinlich deinen schnellen Herzschlag fühlen. Spüre, wie dein Körper pulsiert und die Glückshormone sich ausbreiten. Das ist enge Wahrnehmung. Versuche während des Sports immer wieder zwischen weiter und enger Wahrnehmung zu wechseln. Nimm das Gesamtgefühl zwischen deinem Körper, deinen Gefühlen, der Musik und deiner Umgebung wahr. Spüre dann wieder in einzelne Bereiche deines Körper hinein, fühle deinen Herzschlag oder konzentriere dich ganz auf deinen Geruchssinn und schule so deine Achtsamkeit.

Achtsam in Balance

Besonders achtsam sein musst du, um in Balance zu stehen. Das Foto zeigt eine Figur aus dem klassischen Ballett und ist die Basis für viele moderne Tanzrichtungen. Versuche selbst einmal, auf einem Bein oder auf deinen Zehenballen zu stehen und spüre, wie achtsam du gegenüber deinem Körper sein musst:

  • Ist dein Blick fokussiert? Blicke auf einen Gegenstand in Augenhöhe oder etwas darunter, das macht die Balance einfacher.
  • Sind deine Bauchmuskeln aktiviert, dein Oberkörper gerade? Das Gefühl ist so ähnlich, wie wenn du den Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule ziehen wolltest.
  • Sind die Schulter- und Armmuskeln fest? Sind die Schultern auf gleicher Höhe? Beim Ballett werden sie in einer bestimmten Entfernung und Höhe vor dem Körper gehalten.
  • Und da war noch etwas… Vergiss nicht, zu atmen!

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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