Stress abbauen durch Waldbaden

22. August 2018
Stress abbauen durch Waldbaden

Waldbaden ist eine wissenschaftlich nachgewiesene Methode, um Stress in der Natur abzubauen. Wir zeigen dir, wie du die Waldatmosphäre zur effektiven Entspannung nutzt!

Wer bei Waldbaden an eine kühle Erfrischung in einem moosdurchwachsenen Waldteich denkt, liegt falsch. Man braucht auch weder Badeanzug noch Badehose, um Waldbaden zu können. Vielmehr geht es bei dieser Entspannungsmethode um das „richtige“ und bewusste Spazierengehen im Wald.

Waldbaden wissenschaftlich belegt

Die wohltuende Wirkung des Waldes ist wissenschaftlich bewiesen. Professor Qing Li von der Nippon Medical School hat das Phänomen in mehreren Studien untersucht. Shinrin Yoku – wie Waldbaden in seiner japanischen Heimat heißt –  ist dortzulande sogar offiziell als Stress-Management-Methode anerkannt. Die gesundheitsfördernde Wirkung des Waldes liegt vor allem an der Kraft der Terpene, die von den Bäumen ausgedunstet werden. Diese Pflanzenstoffe wirken positiv auf das menschliche Immunsystem.

Vorteile von Waldbaden:

Immunbooster: Laut den Erkenntnissen von Professor Li kann schon ein einziger Tag im Wald die natürlichen Killerzellen, eine spezielle Art der weißen Blutkörperchen, im Blut um fast 40 % erhöhen. Wer noch einen weiteren Tag mit Waldbaden verbringt, kann den Wert sogar auf bis zu 50 % steigern. Diese immunstimulierenden Effekte nach dem zweitägigen Waldbaden halten sogar für dreißig Tage an.

Entspannungsturbo: Waldbaden senkt nachweislich die Stresshormone im Körper. Adrenalin sinkt nach einem eintägigen Waldaufenthalt um fast 30 %. Zudem wird der Ruhenerv Parasympathikus aktiviert. So führt das Waldbad nachweislich zu Entspannung.

Herzkreislaufstärker: Waldbaden senkt den Blutdruck und verbessert die Elastizität der Arterien, wie koreanische Forscher der Yongsei Universität zeigen konnten.

Regenerationskick: Schon der Anblick eines Baumes aus dem Krankenhausfenster hat gesundheitsfördernde Effekte und trägt zur schnelleren Genesung bei, wie der Forscher Roger Ulrich bereits in den 80er Jahren belegen konnte.

Waldbaden für Einsteiger: So geht’s:

  1. Nimm dir für dein Waldbad mindestens zwei Stunden Zeit. Optimal sind bis zu vier Stunden.
  2. Versuche im Wald 2,5 Kilometer zu spazieren. Die Distanz kannst du ganz leicht mit deiner go4health App tracken.
  3. Um ungestört Waldbaden zu können, schalte dein Handy auf lautlos und verzichte auf den Vibrationsalarm oder schalte die mobilen Daten aus, um keine Nachrichten zu erhalten. Das Tracking funktioniert trotzdem.
  4. Achte während des Waldbadens auf ausreichende Ruhephasen. Setz dich zum Beispiel auf einen Baumstumpf oder eine Bank und atme ganz bewusst die frische Waldluft tief ein.
  5. Genieße das satte Grün des Waldes (oder die bunten Farben – je nach Jahreszeit). Entdecke Details wie erste Knospen im Frühling, Tierspuren im Winter oder sammelnde Eichhörnchen im Herbst und die Kühlung im Sommer! Das stärkt deine Achtsamkeit.
  6. Kleide dich den Witterungsverhältnissen entsprechend, sodass du dein Waldbad nicht aus Kältegefühl oder Hitze unterbrechen musst. Bedenke: Der Wald spendet Schatten. Daher ist es im Wald immer auch etwas kühler.
  7. Für längeres Waldbaden lohnt es sich, Trinkwasser dabei zu haben.
  8. Lege jeden Monat einen zwei- bis dreistündigen Waldaufenthalt ein, um nachhaltig davon profitieren zu können.

Fazit: Achtsame Waldspaziergänge, verbunden mit Atemübungen und Meditation, sind die Grundpfeiler von Waldbaden. Nutze den Ruheraum Wald und lade deine Batterien mit der Kraft der Natur auf.

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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