Faszien lösen: Das kannst du tun, wenn Stress die Faszien verspannt

12. Oktober 2017
Faszien lösen: Das kannst du tun, wenn Stress die Faszien verspannt

Faszien reagieren sehr sensibel auf Stress. Das kann sich in Rücken-, Nacken-, oder Schulterverspannungen äußern. Mit welchen Tricks verspannte Faszien schnell und effektiv gelöst werden können, verraten wir in diesem Artikel. 

Das Faszien-Netz zieht sich durch den ganzen Körper und ist mit vielen Nervenzellen sowie Schmerz- und Bewegungssensoren ausgestattet. Unser körperliches und psychisches Befinden hängt direkt mit diesem Netzwerk zusammen: Wenn wir uns gesund ernähren, ausreichend Flüssigkeit zu uns nehmen, regelmäßig bewegen und wenig Stress haben, bleiben die Faszien elastisch und flexibel – und wir fühlen uns in unserem Körper wohl. Stress hingegen ist einer der größten Störfaktoren für die Faszien: Abgabedruck, reiseintensive Zeiten, hohe Arbeits- oder psychische Belastungen können zu Verklebungen oder Verknotungen des Fasziengewebes führen. Das schmerzt und wirkt sich wiederum auf das psychische Befinden aus. Daher ist es besonders wichtig, verklebte Faszien zu lösen und zu pflegen.

Tipps um Faszien zu lösen & Stress zu reduzieren

1. Wärme gegen Verspannungen
Mit einem warmen Bad kannst du Verkrampfungen und Verhärtungen der Faszien lösen. Die Wärme verbessert die Durchblutung und entspannt, aromatische Badezusätze mit ätherischen Ölen sorgen zudem für innere Ruhe. Besonders wohltuend wirken Badezusätze mit Lavendel- und Melissenöl. Du kannst dein Faszien-Badeöl selbst herstellen, indem du 80 ml Olivenöl mit 10 ml Lavendelöl und 5 ml Melissenöl vermischst. Auch ein Thermenbesuch eignet sich zur Faszien-Pflege. Besonders wirkungsvoll sind Solebäder, bei denen der Salzgehalt im Wasser zwischen 1,5 und sechs Prozent beträgt und das Wasser mit einer Temperatur von mindestens 37°C den Körper wärmt. Viele Thermen bieten auch Moorbäder an: Moor ist ein hervorragender Wärmespeicher und sorgt dafür, dass die Muskulatur besser durchblutet und der Stoffwechsel angeregt wird.

2. Mit Selbstmassage Faszien lösen
Faszienbälle oder Faszienrollen sind sehr gut zur Selbstmassage geeignet. Stelle dich dazu an eine Wand und platziere die Rolle oder den Ball zwischen Wand und Rücken. Durch langsame Auf- und Abbewegung wird das Fasziengewebe gelockert. Weitere gezielte Faszien-Übungen findest du im go4health Faszien-Ratgeber und in unserer 4-teiligen Faszien-Videoserie.

3. Mentale Übungen zum Loslassen
Lege dich auf den Rücken und spüre deine Bauchatmung. Konzentriere dich voll und ganz auf die Atmung. Gehe dann mit deiner Aufmerksamkeit langsam durch den ganzen Körper. Spüre, welche Körperpartien besonders viel Aufmerksamkeit brauchen und verweile dort etwas länger. Atme dabei ruhig und tief weiter. Nach und nach kommst du in einen entspannten Zustand. Belastende Gedanken lässt du einfach vorbeiziehen. Genieße die Ruhe und lass alle Verkrampfungen los.

4. Akupressur: Stress wegdrücken
Um Stress mittels Akupressur zu reduzieren, kannst du den Punkt in der Mitte deiner Augenbrauen mit kreisenden Bewegungen sanft massieren. Diese Massage hilft bei akutem Stress und bei Einschlafstörungen.

 

Veröffentlicht in: Mentale Gesundheit
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