Wie beeinflusst Ernährung deinen Schlaf?

15. Juli 2016
Wie beeinflusst Ernährung deinen Schlaf?

Schlafräuber wie Stress und Sorgen oder das blaue Licht, das bis spät abends aus Smartphones und Tablets strahlt, machen es uns oft schwer, am Abend zu entspannen und unseren Körper und Geist auf die Nacht einzustimmen. Auch bestimmte Lebensmittel können das Einschlafen und somit die Nachtruhe stark beeinflussen. Wir zeigen dir, wie du mit Ernährung deinen Schlaf beeinflussen kannst.

Stress und Sorgen

Zum Thema Stress haben wir hier Tipps für einen stressfreien Feierabend für dich, die dir dabei helfen im Alltag besser abzuschalten.

Bildschirmlicht: Koffein-Effekt am Abend

Nicht selten kommt uns beim abendlichen Lesen, Wischen und Tippen auf unserem Tablet, Laptop oder Smartphone die Müdigkeit abhanden. Denn die blauen Wellenlängen des Bildschirmlichtes, dem wir dabei ausgesetzt sind, haben starken Einfluss auf unsere Hormonausschüttung. Im Wissenschaftsfeld der Chronobiologie beschäftigen sich Forscher mit Einflussfaktoren, die unseren Tag-Nacht-Rhythmus, die sogenannte zirkadiane Rhythmik, beeinflussen. Einer dieser Taktgeber in unserem Körper ist der Botenstoff Melatonin, auch bekannt als das Schlafhormon. Melatonin agiert als Zeiger unserer inneren Uhr. Die blauen Wellenlängen, die wir durch das Lesen am Bildschirm über spezielle Photorezeptoren in unserer Netzhaut aufnehmen, verstellen diesen hormonellen Uhrzeiger und unsere innere Uhr gerät durcheinander. Die Melatoninsekretion wird durch Dunkelheit stimuliert. Licht hingegen hemmt die Ausschüttung des Hormons. Die Forschung zeigt, dass wir auf blaue Wellenlängen um 480 Nanometer besonders empfindlich reagieren. Denn diese signalisieren unserem Gehirn die Wahrnehmung von Licht. So konnte am Lighting Research Center des Rensselaer Polytechnic Intstitute in Troy eine um 23 Prozent verminderte Melatoninkonzentration nach zweistündigem abendlichen Arbeiten am Bildschirm festgestell werden. Daher sollte man elektronische Geräte gegen 21 oder 22 Uhr ausschalten.

Traumstoff: Melatonin

Woher bekommt unser Körper aber nun das Melatonin, das uns besonders gut schlummern lässt? Das antioxidativ wirkende Melatonin ist in der Nahrung enthalten. Um das Schlafhormon selbst bilden zu können, benötigt unser Körper Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist. Serotonin wiederum wird aus Bauteilen hergestellt, die wir über unsere Nahrung aufnehmen müssen. Einer davon ist Tryptophan, eine Aminosäure, die essenziell ist. Das heißt, unser Körper kann sie nicht selbst bilden. Sowohl Tryptophan als auch Serotonin können wir durch unsere Ernährung aufnehmen. Jedoch wird das über die Nahrung aufgenommene Serotonin nicht gleich als Botenstoff im Gehirn verwertet. Das Abendessen sollte demnach aus Lebensmitteln bestehen, die uns angenehm müde machen und uns gut schlafen lassen. Die Abendmahlzeit sollte aber auch genügend Mikronährstoffe, wie Vitamin B6, C, Zink und Magnesium enthalten, die du für deine Schlaf- und Glückshormonbildung brauchst.

 

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