Zucker – die versteckte Gefahr

8. Mai 2018
Zucker – die versteckte Gefahr

Zucker versteckt sich häufig ganz unbemerkt in unseren täglichen Nahrungsmitteln. Wie groß die Mengen sind, ist uns oft nicht bewusst. Welche Folgen zu viel Zucker hat und was sich alternativ eignet, liest du hier.

So entlarvst du Zucker

Wusstest du, dass es insgesamt 70 Fachbegriffe für die unterschiedlichen Zuckerarten gibt, unter denen sich der Süßmacher in Zutatenverzeichnissen versteckt? Alle Zutaten, die wie GlukoseLaktose oder Maltose auf „-ose“ enden, sind Zuckerarten. Auch Zutaten mit der Bezeichnung „Sirup„, wie Glukose- oder Fruktosesirup, deuten auf Zuckerhaltiges hin. Zum süßen Geschmack tragen auch Magermilchpulver, Süßmolkepulver, Malzextrakt oder Dextrose bei. Nahrungsmittel, in denen wir Zucker meist nicht vermuten, sind vor allem MüslisSoßenDressings aber auch viele Fertiggerichte. 

Wie viel darf’s sein?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, maximal 5 bis 10 Teelöffel zugesetzten Zucker täglich zu konsumieren, um das Risiko einer ungesunden Gewichtszunahme und Karies zu reduzieren. Das sind bei einem durchschnittlichen Erwachsenen 25-50 Gramm Zucker pro Tag.

Trinkst du ein Glas Limonade, hast du nach strengerer Auslegung deinen täglichen Bedarf an industriell zugesetztem Zucker bereits gedeckt.

Lebensmittel
      Zuckergehalt
1 Glas Limonade (200 ml)       20 g
13 Stück Gummibärchen (31 g)       25 g
1 Rippe Milchschokolade (16,7 g)         9 g

Von Natur aus süß

Hast du die Nährwerte auf den Lebensmittelverpackungen schon einmal näher unter die Lupe genommen und warst verwundert, dass auch in natürlichen Lebensmitteln Zucker steckt? Ja, auch naturbelassene Lebensmittel wie Milch, Joghurt, Käse, Obst und sogar Gemüse, wie beispielsweise Karotten, enthalten Zucker.

Gut zu wissen

Von Natur aus enthaltene Süße ist in Maßen genossen unbedenklich. In einem puren Naturjoghurt (250 g) sind beispielsweise 16 Gramm Zucker enthalten. Diese Menge an natürlichem Milchzucker (Laktose) kannst du ohne Bedenken zu dir nehmen. Obst liefert höhere Mengen an natürlichem Fruchtzucker (Fruktose). Ein mittelgroßer Apfel hat beispielsweise im Durchschnitt 13,4 Gramm Zucker.

Zu viel Zucker

Zuckerhaltige, verarbeitete Lebensmittel suggerieren dem Körper ein Sättigungsgefühl. Dieses hält jedoch nur sehr kurz an. Zu viel Zucker macht regelrecht unersättlich. Dein Körper verlangt mehr von dem „süßen Gift“ und Blutzuckerschwankungen sowie Heißhungerattacken sind vorprogrammiert.

Eine zuckerreiche Ernährung fördert nicht nur Cellulite, sondern auch gesundheitliche Probleme wie Karies, Übergewicht, Fettleibigkeit oder Diabetes mellitus Typ 2. Dazu können auch noch die Blutfettwerte, auch Tryglyceride genannt, ansteigen und Organe verfetten.

Zucker reduzieren – so geht’s

Verzichte nicht sofort auf alles Süße, sondern ersetze Zuckerhaltiges Schritt für Schritt durch gesunde Alternativen.

Unsere 5 go4health Tipps:

  • Mach dir bei Lust auf Süßes einen bunten Obstsalat.
  • Meide stark verarbeitete, süße Lebensmittel. Diese sind oft nicht nur sehr zuckerhaltig, sondern enthalten meist auch viel Fett.
  • Verwende beim Backen weniger Zucker als angegeben ist. Ein Drittel der Zuckermenge kann meist ohne Geschmackseinbußen weggelassen werden.
  • Verwende beim Süßen einen Löffel oder Streuer, um die Zuckermenge zu kontrollieren.
  • Statt Limonaden bevorzuge ungesüßte Getränke wie Wasser oder Tee.

Zuckeralternativen

Beim Backen kannst du anstelle von zugesetztem Zucker auch reife Bananen, Apfelmus oder dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil (ab 70 %) verwenden. In Maßen eignet sich auch der zahnfreundliche Birkenzucker Xylit, Ahornsirup oder Agavendicksaft.

Diese go4health Desserts sind eine gesunde Verführung:

Schokopudding mit Früchten

Schoko-Minz-Mousse

Apfel-Karotten-Kuchen

Fazit

Zuckerreduktion kann auch köstlich sein! Wenn du Zucker schrittweise reduzierst, gewöhnen sich dein Geschmack und dein Körper leichter daran.

 

Veröffentlicht in: Ernährung
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